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Alkohol Nikotin

Genussmittel für Erwachsene – Gefahr für ungeborene Kinder

Alkohol
wird beim Erwachsenen von bestimmten Enzymen in der Leber abgebaut. Kinder vor der Geburt haben solche Enzyme nicht. Ihre winzige Leber ist für den Abbau dieses Zellgiftes nicht gerüstet. Dadurch entstehen Schäden an Organen und Gefäßen, die das Kind nachhaltig schädigen können. Es ist nicht bekannt, ob eine Mindestmenge verträglich ist, darum ist der Entschluss, in der Schwangerschaft auf Alkohol vollständig zu verzichten, das Beste für Ihr Kind.
Möchten Sie schwanger werden und wissen Sie, dass Sie alkoholabhängig sind? Dann ist eine Entgiftung möglich, bevor Sie schwanger sind. In diesem Fall wenden Sie sich mit Ihrem Anliegen an Ihre Hausärztin oder Ihren Hausarzt.

Bekannte Tatsachen auf einen Blick
- Alkohol ist ein Zellgift und auch in kleinen Mengen für das ungeborene Kind schädlich.
- Ungeborenen Kindern fehlen die Enzyme, die für den Abbau des Alkohols erforderlich sind.
- Alkohol bewirkt die am häufigsten vorkommende irreparable geistige Behinderung (lt. Welt-  Gesundheitsorganisation WHO).
- Jedes 300ste Kind in Deutschland ist sichtbar mit lebenslangen Folgen geschädigt.
- Hirnschädigungen, die man nicht sofort merkt, sind noch weit häufiger.

Hier finden Sie gute und sachliche Informationen der „Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung“ (BzgA) zum Thema Alkohol und Schwangerschaft.

Nikotin
Dieses Genussmittel für Erwachsene ist ebenfalls für ungeborene Kinder äußerst schädlich. Sie können sich dazu informieren und beraten lassen. Manchmal ist es nur möglich die Zigaretten zu reduzieren. Besser für Ihr Kind ist es, wenn Sie es schaffen, ganz darauf zu verzichten. Dafür kann es notwendig sein, dass Sie einen Entzug machen. Sich Hilfe zu suchen lohnt sich für Ihr Kind.
Der Baden-Württembergische Landesverband für Prävention bietet eine anonyme Emailberatung mit Login an:

Bekannte Tatsachen auf einen Blick
- Nikotin verengt die Gefäße, darum ist die Plazenta schlechter durchblutet und das Kind erhält weniger Nährstoffe und Sauerstoff.
- Babys von Raucherinnen haben ein niedrigeres Geburtsgewicht und sie neigen zur Frühgeburtlichkeit.
- Betroffene Kinder sind vor und nach der Geburt untergründig gestresst.
- Schon passives Rauchen führt zu erhöhtem Fehl- und Totgeburtsrisiko.
- Neugeborene leiden unter Entzugserscheinungen.
- Gestresste Kinder lernen schlechter.
- Sie bilden leichter Verhaltensstörungen aus.
- Körperliche Fehlstellungen der Beine (X-Beine) sind möglich.

Suchtberatung (auch anonym)
Caritas: www.caritas.de/hilfeundberatung/onlineberatung/suchtberatung/suchtberatung
AWO: https://www.awo.org/beratung-finden/suchtberatung
Diakonie: www.diakonie.de/service-navigator.html?action=map&e=Suchtberatung