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Baby-Viewing

Harmloses Familienevent?

Baby-Viewing ist eine Dienstleistung, die selbst bezahlt werden muss (Ärzte/ freie Anbieter). Das Angebot gilt auch der ganzen Familie. Es wird im Internet und von Krankenkassen beworben und sogar teilweise bezuschusst. In der Regel bis 30minütige Beschallung mit „gutes-Bild-Garantie“. Wiederholung, wenn das Baby „nicht kooperativ“ ist,  max. 2 mal, kostenfrei.
Ca. 20 minütige DVD ca 90,- €. Foto vom Monitor kosten zusätzlich ca. 25 €. Risiko tragen allein die Eltern und das Baby. Fehlender Verbraucherschutz, keine Aufklärungspflicht über die Wirkung von Ultraschallwellen auf Kinder vor der Geburt. Anbieter übernehmen keine Verantwortung. Sie stellen keine Diagnose. Die elterliche Freude und Neugierde steht im Vordergrund.
Sollte ein Arzt eine Auffälligkeit auf dem Bildschirm entdecken, informiert er den behandelnden Gynäkologen und nicht die Eltern. Weitere Voraussetzung, Teilnahme an den drei Basisultraschall-Untersuchungen in einer Gyn. Praxis.

Was man Ihnen als „KonsumentIn/ VerbraucherIn/ NutzerIn“ nicht sagt:
Nachteile und sogar Gefahren bestehen nachweislich für das Kind. Ultraschall ist eine Technik, die zur Diagnose entwickelt wurde. Ultraschallwellen durchdringen das Geweben des Babys und müssen von den kindlichen Zellen zurückgeworfen werden, um ein Bild auf dem Monitor zu erzeugen. Durch mechanische und thermische Einwirkung können Zellen nachhaltig beschädigt und Gehirnfunktionen beeinträchtigt werden.

Unsere Außensicht: ermöglicht den Blick hinein in die Gebärmutter. Man kann sehen, dass Babys am Daumen nuckeln, schlucken, mit der Nabelschnur spielen, … ein kleiner Mensch in seiner eigenen Wasserwelt. Ultraschallwellen werden durch das Fruchtwasser auch abgeschwächt, darum sind viele Bilder unscharf. Auch kommt es nicht selten vor, dass ein Baby sich wegdreht. Dann wird angeboten, eine Sitzung kostenfrei zu wiederholen.

Babys Innensicht: 
Ultraschall ist ein invasiver Eingriff. Ob Babys das Eindringen in ihre geschützte Welt als störend, ängstigend oder gleichgültig erleben, kann nicht vorhergesagt werden. Sicher ist, dass Babys emotional reagieren. Das sog. Winken kann aus Sicht des Babys auch die verzweifelte Abwehr von unangenehmen Vibrationen sein, dessen Ursache es nicht kennt. Was „nicht kooperativ“ genannt wird, kann auch ein Abwenden oder Schutz suchen bedeuten. Welche Wirkungen Schallwellen auf Zellen, Gewebe, Organe, Gehirn, Keimzellen haben, wurde vielfach erforscht. Ultraschallwellen sind hochenergetisch und nicht ohne Risiken, egal, ob nach Fehlern gesucht oder Einblicke in den Lebensraum des Babys gemacht werden.

Wir haben drei von vielen Beispielen aus einer aktuellen Überblicksarbeit ausgewählt:

  •  „Die von Ultraschall ausgehenden Vibrationen im Gewebe führen zu Dehnung, Scherung und Kompression einzelner Zellen und Gewebe, die feinste Verletzungen bis zu Einrissen verursachen können.“
  • „Besonders empfindlich gegenüber mechanischer Belastung sind die Gewebe des Embryos im 1. Trimenon [1.-3. Monat], die – insbesondere im Gehirn - durch relativ lockere Verbindung der Zellen charakterisiert sind…“
  • „Bei ungeborenen Nagetieren verursachte ein Ultraschall bedingter Anstieg der Körpertemperatur auf 40-41°C Fehlbildungen und Minderwuchs…“ 
  • Mehr zu Wirkungen

Schlussfolgerung Otwin Linderkamp: „Die Anwendung von pränatalem Ultraschall – früher, häufiger, länger, stärker – verschiebt das Risiko-Nutzen-Verhältnis zur Zeit zunehmend in Richtung Risiko. Dieser gefährliche Weg muss und kann im Interesse unserer Kinder aufgehalten werden, ohne auf die wirklichen medizinischen Vorteile der pränatalen Ultraschall-Diagnostik zu verzichten.“

Quelle: Prof. (em.) Dr. Otwin Linderkamp, Universität Heidelberg, Arzt für Kinder- und Jugendmedizin:
Pränatale Ultraschall-Untersuchungen: Gesundheitsrisiko für die Kinder? Überblicksarbeit 2017  (8 Seiten)

Eltern sollten sich die Frage stellen, ob Ihnen der Blick in den Mutterleib so viel Wert ist, dass sie dafür irreparable Schäden ihres Kindes riskieren. Die Gebärmutter ist kein Gefäß, in dem ein Kind folgenlos durch naturfremde Ultraschallwellen gestört werden kann. Die Gebärmutter umgibt die erste Lebenswelt des Kindes, die ihm Schutz, Wärme und Sicherheit bieten sollte. Es hat ein (Menschen)Recht darauf, ungestört wachsen zu dürfen. Babys sind keine Ware zu der durch die Bauchdecke oder Vagina der Mutter hindurch vorgedrungen werden darf. Ungeborene Kinder haben Menschenrechte, z. B. auf eine gesunde Entwicklung von Anfang an. Ultraschallwellen sind hochenergetische Wellen, die in der Natur nicht vorkommen und darum Schaden anrichten können.