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CTG Falschmessungen Alternativen

Was Eltern tun können

Das Wissen um fragwürdige CTG-Messdaten löst Besorgnisse aus. Zu den aktuellen Informationen aus Kreisen von GynäkologInnen (50 % - 90 % Falschdaten) die Gefährdungslage des Kindes betreffend, kommt hinzu, dass die WHO bereits 1985 feststellte:
„Es gibt keine Beweise dafür, dass routinemäßige elektronische Dauerüberwachung der kindlichen Herztöne einen positiven Einfluss auf den Ausgang der Geburt hat.“

Was können Sie tun? Wir empfehlen Ihnen, die Informationen, die Sie auf unseren Seiten finden mit Quellenangabe (z. B. den Link von unserer Seite ) an Ihr Krankenhaus zu senden (mit der Post) und darum zu bitten, dass bei den Informationsabenden für Eltern auf Ihre Fragen eingegangen wird.
Schreiben Sie zwei gleiche Briefe: An die leitende Hebamme und den Chefgynäkologen/die Chefgynäkologin.
So helfen Sie mit, dass sich etwas verändert, wenn Mediziner merken, dass immer mehr Eltern Bescheid wissen. In aller Regel wollen die Kliniken, dass die Eltern zufrieden sind. Es ist zurzeit ein spürbares Umdenken in Gang gekommen. Sie können mit solch einem Brief, diesen Veränderungswillen positiv beeinflussen.

Mögliche Fragen an die Klinik, freundlich formuliert, werden bewirken, dass Sie ernstgenommen werden.
1. Welche Vorteile gibt es für den Geburtsverlauf durch das sporadische CTG gegenüber einem Dauer-CTG?
2. Welche Vorteile hat es für Mutter und Kind, wenn bei der Geburt für viel Bewegung und aufrechte Positionen gesorgt wird?
(Wassergeburten, aufrechte Geburtspositionen, liegende Geburten – wie häufig gibt es das an dieser Klinik?)
3. Sind die Risiken für Mutter und Kind bei 50-90% CTG-Falschmessungen bewusst? (Sie als Eltern machen sich deswegen Sorgen)
4. Als Alternative gilt das Pinard-Hörrohr. Haben Hebammen in dieser Klinik Erfahrung damit?
5. Wenn keine Notsituation gegeben ist – wie sieht dann die Unterstützung durch die Hebammen aus? (Schlüssel der Besetzung)
6. Wird die Selbsteinschätzung der Mutter/Eltern berücksichtigt?
7. Wird der Wunsch der Eltern berücksichtigt, dass Herztöne nur bei begründeter medizinischer Indikation abgehört werden?