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CTG mehr Beunruhigung, mehr Kaiserschnitte

Aufnahme-CTG beeinträchtigt Geburtsverlauf

Kommt eine gesunde schwangere Frau zur Geburt in die Klinik, so wird sie meist routinemäßig an ein CTG-Gerät angeschlossen. Ein Ultraschall-Gerät, das die Herzton-Frequenz des Babys aufzeichnet. Diese Untersuchung dauert mindestens 20, eher 30 Minuten. Diese Messung vor oder zu Geburtsbeginn wirkt sich der Studie zufolge auf den Geburtsverlauf so aus, dass 20 % mehr Kaiserschnitte resultieren.

Es ist bekannt, dass CTG-Untersuchungen von zweifelhaftem Nutzen sind. Die Ergebnisse sind ungenau oder werden in 50 % der Fälle falsch interpretiert. In den letzten zwei Stunden vor der Geburt ist sogar von 90 % Fehlmessungen die Rede.

Das sollten Frauen wissen und sich und ihr Baby davor schützen. Fragen Sie das Personal. Wie, das sagt ihnen eine  Fragehilfe, die sich bewährt hat. Alternativ können die Herztöne des Kindes auch mit dem Pinard-Rohr abgehört werden.

Gemäß der Mutterschaftsrichtlinien sollte die Herztonüberwachung per CTG nicht vor dem errechnetem Geburtstermin (ET) erfolgen.

Cochrane-Studie 2017