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Feinultraschall: Wahlleistung statt 2. Basisultraschall

Feinultraschall - Organultraschall - Organscreening - Fehlbildungsdiagnostik (DEGUM II)

Bis zu drei Basis-Ultraschalluntersuchungen um die 10., 20. und 30. Woche herum können von der schwangeren Frau als Kassenleistung in Anspruch genommen werden. Bei der 2. Ultraschalluntersuchung kann die Frau wählen, ob sie statt des Basisultraschalls einen Feinultraschall „haben möchte“ (musste bis vor kurzem selbst bezahlt werden).

Feinultraschall bedeutet, dass das ungeborene Kind ca. 50 bis 60 Minuten lang Ultraschallwellen ausgesetzt wird. Es werden dabei von Kopf bis Fuß, seine Organe, Herz, Niere Leber, Blutfluss, Gehirnverbindungen untersucht, um Fehler zu entdecken. Die Untersuchung wird von darauf spezialisierten Frauenärzten oder Zentren durchgeführt. Das geschieht mit einem hoch auflösenden Gerät, d.h. das dabei verwendete Ultraschallgerät ist weiter entwickelt als die üblicherweise benutzten.

Eltern sollten sich vorher überlegen, ob Sie sich, falls irgendeine Auffälligkeit gefunden wird, eine Spätabtreibung vorstellen könnten. Tests können nicht heilen. Wenn Sie sich sicher sind, nicht abtreiben zu wollen, erübrigt sich der Feinultraschall, der allein wegen der Dauer für das Kind eine Belastung darstellt.

Siehe auch den Eintrag im Ärzteblatt zu wandernden Neuronen auf Irrwegen.

Ärzteblatt