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Geburtshormone - Geschenk der Evolution

Der Geburtsprozess ist ein archaischer Vorgang

Dabei ist die Steuerzentrale das Stammhirn, das im Laufe der Evolution diese Fortpflanzungsaufgabe übernommen hat. Ähnlich einer Drüse setzt es die Geburtshormone frei. Eine Frau oder jedes andere weibliche Säugetier kann ohne bestimmte Hormone die direkt oder indirekt aus den Urstrukturen des Gehirns produziert werden, kein Baby zur Welt bringen. Diese archaischen Vorgänge haben unsere Zivilisation geprägt, weil sie Verhaltensweisen auslösen.
Heute gebiert weltweit nur ein kleiner Prozentsatz der Frauen mit Hilfe ihrer eigenen Hormone. Sie werden durch Synthesehormone ersetzt für Einleitung, Wehenförderung, für die Nachgeburt, vom Kaiserschnitt ganz zu schweigen.
Können wir es uns leisten dieses Geschenk der Evolution zu vernachlässigen ohne langfristige Auswirkungen befürchten zu müssen?

Lesenswert
Kerstin Uvnäs Moberg: Oxytocin, das Hormon der Nähe. Heidelberg 2016.
Kerstin Moberg ist weltweit bekannt durch ihre Forschung zum Oxytocin.


Elisabeth Geisel: Tränen nach der Geburt. 1997.
Dieses Buch gibt es antiquarisch. Es hat nichts von seiner Aktualität verloren.
Elisabeth Geisel ist GfG Ehrenvorsitzende.