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Haushaltshilfe - GKV Rundbrief zu § 24g SGB V

Auch Schwäche und Erschöpfung rechtfertigt häusliche (Mütter) Pflege

Krankenkassen- Sachbearbeiterinnen weigern sich oft, Haushaltshilfe oder Mütterpflege nach der Geburt zu bewilligen. So gibt es oft Ärger, wegen Absagen oder verschleppten Anträgen. 

Einem "Gemeinsamen Rundschreiben" an die Mitgliedskrankenkassen 2015 entnehmen wir die Beschreibung der Leistungen bei Schwangerschaft und Mutterschaft als Orientierung für die Sachbearbeiterinnen. Voraussetzung ist immer, dass eine schwangere Frau oder Wöchnerin keine familiäre Unterstützung hat.

Mit dieser Information (S. 23 und 24 aus einem 100-seitigen Rundschreiben) kann jeder Antrag wirksam unterstützt werden.

1. Es wird anerkannt, dass Hebammen und HausärztInnen den Bedarf bescheinigen können.

2. Häusliche Pflege wird definiert als Zusatzleistung zur Hebammenhilfe, sie ist keine Haushaltshilfe für den Krankheitsfall. Zuzahlung entfällt.

3. Hausliche Pflege kann bei drohender Frühgeburt verordnet werden (von Hebamme oder Arzt).

4. Dauer: "Begrenzung der häuslichen Pflege ist nicht vorgesehen". (6.2)

5. "Für die Zeit nach der Entbindung liegt die Notwendigkeit nur so lange vor, wie die Frau durch die Entbindung oder deren Folgen noch geschwächt ist." (6.2) (noch geschwächt ist nicht krank!)

Eine ausgezeichnete Arbeitshilfe hat der Paritätische Berlin erarbeitet. Dieser Arbeitshilfe konnten wir diese Quelle entnehmen: „Gemeinsames Rundschreiben zu den Leistungen bei Schwangerschaft und Mutterschaft", 2015, (100 Seiten). Die Arbeitshilfe ist zu bestellen beim Paritätischen Berlin. Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Häusliche Pflege S. 23
Häusliche Pflege S. 24

*GKV = Gesamtverband der gesetzlichen Krankenkassen