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IGeL - Definition AOK

Der wissenschaftliche Dienst der AOK zum Thema IGeL

 - „Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) sind ärztliche Leistungen, die nicht Teil des Leistungskataloges der GKV [Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen i.b.] sind.
- IGeL umfassen weiterhin Leistungen, über deren diagnostischen und therapeutischen Nutzen Zweifel bestehen oder die risikoreich sind.
Hierzu zählen auch ungenügend erprobte Methoden, deren Risiken bislang gar nicht oder nicht gut untersucht und daher nicht kalkulierbar sind.“
- Von Krankenkassen übernommene Leistungen durchlaufen ein medizinisches Testverfahren, gen. „evidenzbasierte Medizin“.
Der Sinn besteht in der „Identifizierung unwirksamer oder gar schädlicher Behandlungsmethoden, Verhinderung unangemessener Anwendung anerkannter Verfahren."

Die Gebührenordnung für Ärzte lautet:
„Leistungen, die über das Maß einer medizinisch notwendigen ärztlichen Versorgung hinausgehen, darf er nur berechnen, wenn sie auf Verlangen des Zahlungspflichtigen erbracht worden sind.“ (GOÄ, § 1, Abs.2)

„Ist genug Bedenkzeit für eine Entscheidung eingeräumt worden?
IGeL sind niemals dringend!“

Quelle: Klaus Zok, Wissenschaftliches Institut der AOK, Vortrag 25. Juni 2012