geburts abc

Intuition, Bauchgefühl, innere Stimme

Wissen, das aus dem Unbewussten kommt

Innere Stimme, inneres Wissen, Intuition. Dabei handelt es sich um die Fähigkeit, zu Einsichten und Entscheidungen zu kommen, ohne Fragen, Sachverhalte, Sichtweisen bewusst abzuwägen oder zu erörtern. Ohne darüber nachzudenken, wissen wir, was richtig oder falsch ist. Wir haben ein gutes Gefühl, oder wir nehmen Unbehagen wahr. Letzteres zeigt uns, dass hier etwas für uns nicht stimmig ist. Vielleicht bekommen wir schlechte Laune oder vergessen einfach, uns mit diesem oder jenem zu befassen. Ein ungutes Gefühl kann sich als innere Unruhe oder Anspannung zeigen und unsere nächtlichen Träume beeinflussen.

Intuition ist eine wunderbare kreative Fähigkeit, die uns Entscheidungen erleichtern kann. "Alles, was zählt, ist Intuition.", sagte Albert Einstein. In unserer Gesellschaft wird die Gabe der Intuition unterschiedlich bewertet. Rationales Denken ist das Fundament unserer Kultur. Und doch kennen die meisten Menschen Erfahrungen, in denen sie „aus dem Bauch heraus“, entschieden haben. Wie aus dem Nichts taucht eine Lösung auf, ohne dass sie bewusst erarbeitet wurde. „Fühlend wissen“ kann man dieses Geschehen nennen. Goethe nannte die Intuition „Herzensscharfsinn“. Freud gibt uns dafür eine Erklärung, indem er sagt, dass das Bewusstsein eine Nussschale auf dem Meer des Unbewussten ist. Wir wissen viel, viel mehr als uns bewusst ist.

Diese Tatsache ist während Schwangerschaft und Geburt ganz besonders wertvoll. Und die Natur sorgt dafür, dass sie in dieser Zeit besonders ausgeprägt ist. Nichts kann mehr Sicherheit geben als ein gutes Gefühl zu haben und mit dem eigenen inneren Wissen im Einklang zu sein. Ist innerlich klar, dass alles in bester Ordnung ist, hat die werdende Mutter einen anderen Blick auf Fachwissen, das von außen an sie herangetragen wird. Sie ist die Expertin für das, was in ihrem Körper geschieht. Sie entscheidet, ob es ihr gut tut, mehr zu erfahren.

Wir möchten Frauen darin stärken, ihre Gefühle, ihre Intuition wahr und ernst zu nehmen. Dabei tut es gut, sich von Fachfrauen des eigenen Vertrauens, begleiten zu lassen, von Hebammen oder Doulas z.B.. Wer diesen Weg für sich wählt, muss mit kritischen Bemerkungen aus dem Umfeld rechnen und für sich entscheiden, welche Menschen zum eigenen Wohlbefinden beitragen und welche nicht. Die werdende Mutter braucht stärkende Kontakte, die ihr Vertrauen in sich selbst und in ihren Körper wachsen lassen.