geburts abc

Leitlinie zum ET Empfehlung für Ärzte

Versuch, Geburten zu standardisieren

Leitlinien geben Ärzten Handlungsorientierung, um sich in verschiedenen Situtationen schnell zurechtzufinden. Sie sind nicht bindend und müssen an die Patientin und ihre Situation angepasst werden.

S1-Leitlinien sind lediglich Empfehlungen, weil nur wenig wissenschaftliche Grundlagen vorhanden sind. S3-Leitlinien haben einen höheren wissenschaftlichen Standard und darum eine größere Verbindlichkeit. Dabei wird davon ausgegangen, dass Krankheitsbilder standardisierbar sind.

Zum Errechneten Termin (ET) gibt es nur eine S1-Leitlinie.
2011 formulierte die Deutsche Gesellschaft für Hebammenwissenschaften (DGHWi) dazu eine kritische Stellungnahme. Es liegt ein Beschluss zur Überarbeitung wegen nachgewiesener Mängel vor.*
Zur Zeit wird eine S3-Leitlinie erarbeitet. Die veraltete Leitlinie wurde bis zum 27.2.2019 verlängert.

*Fazit der DGHWi-Stellungnahme von 2011: „Die S1-Leitlinie 'Vorgehen bei Terminüberschreitung und Übertragung' sollte aufgrund bestehender Mängel ausgesetzt und zum baldmöglichsten Zeitpunkt in einer mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der tangierenden Fachgesellschaften, einschließlich der DGHWI, besetzten Arbeitsgruppe im Sinne einer S3-Leitlinie neu formuliert werden.“ (S1-Leitlinie = niedriger wissenschaftlicher Grad, S3-Leitlinie = hoher wissenschaftlicher Grad)