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Nabelschnur und kindliches Blut

Das Blut in Nabelschnur und Plazenta - begehrter Rohstoff

Die Forschung an und mit Stammzellen verlangt nach stammzellreichem Blut. Viele Eltern wissen das nicht.
Um genug Nabelschnurblut zu erhalten, wird das neugeborene Kind sofort, meist in weniger als 30 Sec. abgenabelt. Dann hat die Umstellung auf die Lungenatmung aber eben erst eingesetzt.

In manchen Kliniken werden Eltern gebeten, das Blut des Kindes für einen guten Zweck zu spenden. In Anbetracht der Tatsache, dass das eigene Kind in einer höchst sensiblen und störanfälligen Situation ist, wenn es auf die Welt kommt, sollten Eltern sich sehr gut überlegen, ob sie einer Blutspende, zu welchem Zweck auch immer, zustimmen wollen. Sie sollten auch wissen, dass die Menge, die dem eigenen Kind verloren geht, mindstens ein Drittel des Blut-Gesamtvolumens beträgt.

Prof. Dr. Sven Hildebrandt, Hochschule in Fulda:
„Die Gebärende muss sich prinzipiell entscheiden, ob sie das stammzellreiche und daher begehrte Nabelschnurblut, wie von der Natur geplant, unmittelbar dem Kind zukommen lassen will, oder ob dieses Blut für andere Zwecke verwendet werden soll… mehrere mögliche Empfänger können nicht gleichzeitig bedient werden. Klar ist, dass die Stammzellen des Nabelschnurblutes für das Kind wichtig sind.“
Quelle: Band des Lebens, DHZ 10/15