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Pränataldiagnostik - Fehlersuche

... warum dieses Angebot mit Vorsorge in der Schwangerschaft nichts zu tun hat

 

Die Vorsorge in der Schwangerschaft ist eine sinnvolle Maßnahme, die der Frauen- und Kindergesundheit dient.  Wenn Sie die Vorsorge bei einer Hebamme machen, können Sie sicher sein, dass diese alle Untersuchungen anbietet, die sich in Jahrzehnten bewährt haben. Dieselben Untersuchungen macht auch die Arztpraxis.

Dort allerdings werden Sie automatisch mit IGe-Leistungen bzw. Pränataldiagnostik konfrontiert. Das sind überwiegend selbst zu zahlende Dienstleistungen. Hebammenvorsorge hat damit keine Berührungspunkte.

Es kann allerdings vorkommen, dass die Hebamme etwas bemerkt, was nicht "normal" erscheint. Dann ist die Hebamme verpflichtet, Sie an die Arztpraxis zu überweisen. Der Arzt wird Ihnen dann helfen, damit die weitere Schwangerschaft gut verläuft. Das ist dann nicht Pränataldiagnostik, sondern medizinische Hilfe bei einer Krankheit.

Pränataldiagnostik unterscheidet sich von all dem darin, dass sie allein der Fehlersuche dient. So früh wie möglich sollen Kinder mit einer genetischen oder sonstigen Abweichung erkannt werden.  Heilen kann das alles nicht. Sicherheit gibt es erst nach meist mehreren Tests im weiteren Verlaug einer Schwangerschaft.

Für Mutter und Kind entstehen schwere innere Belastungen dadurch, dass die Mutter sich zwangsläufig fragt, ob sie sich noch auf das KInd freuen kann. Selbst wenn das Kind gesund ist, was sie ja zu diesem Zeitpunkt noch nicht weiß. Die quälenden Gedanken belasten schwer. Auch kann es sein, dass der Vater zu einer Abtreibung drängt, währende die Mutter zögert und immer noch hofft, dass alles gut wird. Es kann auch umgekehrt seiin. Somit ist die Pränataldiagnostik ein Belastungsfaktor auch für die Partnerschaft, wie ihn noch niemals zuvor in der Menschheitsgeschichte werdenden Eltern  aufgebürdet wurde.

Werdenden Eltern bleibt eigentlich nur die Wahl, diesen schweren, auch für das KInd höchst belastenden Weg zu gehen oder die Pränataldiagnostik links liegen zu lassen.
Emtscheiden Sie sich nicht selbst vorher, wird Ihnen die wirklich freie Entscheidung faktisch aus der Hand genommen. Denn beim geringsten errechneten statistischen Risiko befinden Sie sich in der Spirale von Angst, Unsicherheit und der Warteschlange auf Testergebnisse

Auch darum empfehlen wir Ihnen, entweder die Hebammenvorsorge oder, dass Sie von vorn herein in der Arztpraxis sagen, dass Sie ausschließlich Vorsorge wollen und nichts anderes.
Die Ausnahme bildet der Ultraschall. Auch Hebammen empfehlen diese Untersuchung um die 20. Wocher herum, um Sicherheit zu bekommen, dass die PLazenta nicht ausgerechnet vor dem Muttermund sitzt. Dann ist ein Kaiserschnitt der Weg der Wahl.  Auch Ultraschall gehört zur Pränataldiagnostik.

Wir hören darum nicht auf, davor zu warnen, weil sich die Anzeichen für Risiken bei der  Anwendung vermehren.

Mehr über Nackenfaltenmessung/ Bluttest/ Fruchtwasseruntersuchung/ Feinultraschall schreibt Dr. Annette Schepper. Ihre Aufzeichnung finden Sie hier: pränataldiagnostik_allgemein.pdf