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Pränataldiagnostik - Kritik an Bluttest

Selektion von Kindern mit Behinderung bedroht ethische Grundsätze


Als IGe-Leistung ist ein selbst zu zahlender Bluttest auf den Markt gekommen, der in bisher nicht gekannter Weise unsere ethischen Grundsätze des Schutzes und der Würde des Lebens bedroht und infrage stellt. Die Herstellerfirma und das höchste Ärztegremium im Gesundheitssystem(1) planen, künftig diesen Test auf Kosten der Versichertengemeinschaft flächendeckend auszudehnen.

Hundertausende Eltern, die durch den „Mitnahmeeffekt“ in der ärztlichen Praxis nach der 12. Lebenswoche den Bluttest machen würden, erleben 12 Schwangerschaftswochen und länger Unsicherheit.
Den Kindern dieser Eltern fehlt genauso lange bis zum erlösenden Moment der Laborwerte das uneingeschränkte elterlichen JA.
Damit ist der Fall aber noch nicht erledigt, weil Eltern im Fall eines festgestellten Risikos vor der Frage einer Spätabtreibung ihres Kindes stehen. Eine für die meisten quälende und schreckliche Vorstellung, die Spuren hinterlässt, nicht nur bei den Eltern, sondern auch bei nachfolgenden Geschwisterkindern. Diese werden mit der Bürde der Unsicherheit ihrer Existenz von Anfang an leben müssen, einschließlich der Tatsache, dass sie noch ein Geschwister hatten, dass die Eltern hatten abtreiben lassen. Das ist auch für nachfolgende Kinder eine höchst zwiespältige Information.

Das Erleben von Kindern ohne ein uneingeschränktes Ja entspricht dem von unerwünschten Kindern, die letztlich doch noch von ihren Eltern angenommen werden. Eine oft schwere seelische Last, die sich häufig erst in späteren Lebensjahren auswirkt, wie wir aus therapeutischen Behandlungsverläufen wissen. Unerwünschtheit und Ambivalenzen der Eltern für das ungeborene Kind sind eine schwere seelische Hypothek.
Werdende Eltern behalten das Recht, NEIN zu sagen zu einer Pränataldiagnostik, deren Zweck die Aussortierung von Kindern ist.
Widerstehen Sie von Anfang an dem Mitnahmeeffekt. Nicht alles, was in der Arztpraxis kostenfrei ist, ist Vorsorge.

(1) Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) ist das höchste Gremium im deutschen Gesundheitssystem. Dort beschließen Ärzteverbände und Krankenkassen, welche Leistungen der Arztpraxis von den Krankenkassen bezahlt werden.  Bei der Frage des Bluttests ist es bisher so, dass Eltern, die das wollen, den Test privat bezahlen müssen. Künftig, so der Plan, soll der Bluttest Kassenleistung werden. Das bedeutet, dass alle Beitragszahler eine Maßnahme mitbezahlen, bei der behinderte Kinder gesucht und dann getötet werden sollen. Denn wenn man sie nicht töten will, braucht man auch nicht zu suchen.

Die „Euthanasie“ im Nationalsozialismus war staatlich beabsichtigter Mord von unerwünschten Kindern. Jetzt soll dieselbe Handlung den Eltern durch einen kostenlosen Test zugemutet werden, finanziert durch alle Beitragszahler.