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Pränatale Psychologie praktisch

Kann sich ein Mensch an die Zeit vor der Geburt erinnern?

Wenn wir bei dieser Frage nur an unser Verstandesgedächtnis denken, heißt die Antwort: nein.

Seit etwa 45 Jahren wird systematisch erforscht, ob sich Kinder und Erwachsene an ihr vorgeburtliches Erleben erinnern können. Dabei waren auffälliges Verhalten, was jemand sucht oder vermeidet, was jemand malt oder zeichnet, wonach sich jemand sehnt, welche Musik jemand sehr liebt erste Indizien. Inzwischen kann die Wissenschaft nachweisen, dass Kinder vor der Geburt nicht nur hören, erschrecken oder träumen, sondern dass sie Erlebtes in ihrem bereits vorhandenen Gedächtnis speichern. Ungeborene Kinder haben bereits eine Gefühlswelt, die mit der Mutter in einer Wechselbeziehung steht. Es wurde vielfach nachgewiesen: Mütterliche Hormone für Glück und Angst, Zufriedenheit und Stress durchwandern die Plazenta.
Anna Groß-Alpers arbeitet mit KörperPsychotherapie. Im Interview mit Simone Vogel vom Elternverein HappyBirthday Deutschland e.V. erläutert sie denen, die sich für diese Thematik interessieren, warum heutiges Wissen für Eltern und ihre Kinder von Bedeutung sein kann. Das Interview nimmt Bezug auf ihr Eltern-Kind Mitmachbuch "Wie war es in Mamas Bauch?"

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