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Peridural-, Epidural-, Spinalanästhesie unterscheiden

Lokale Betäubung

Diese drei Begriffe bezeichnen zwei verschiedene Arten einer örtlichen (lokalen) rückenmarksnahen Betäubung. PDA und Epiduralanänsthesie sind zwei Begriffe für dasselbe Verfahren.

Die Spinalanästhesie wird zur Schmerzausschaltung bei Operationen im Unterbauch eingesetzt. Mit einer sehr feinen Nadel wird ein Medikament einmalig in bestimmter Dosierung direkt in die Nähe des Rückenmarks gespritzt. Es verteilt sich mit der Rückenmarksflüssigkeit sehr schnell im Körper. Es hemmt die Übermittlung der Nervensignale während der Wirkungsdauer des Medikaments. Unterhalb der Einspritzstelle ist der gesamte Körper betäubt. Die Beine sind gelähmt.
Diese Form der Betäubung wird bei Kaiserschnitten häufiger benutzt als die PDA.

Bei der PDA/Epiduralanänsthesie geht der Einstich nicht so tief wie bei der Spinalanästhesie. Mit einer deutlich dickeren Nadel wird ein Katheter in Nähe des Rückenmarkskanals eingebracht und ein Medikament für die örtliche Betäubung (Lokalanästhetikum) in den Rückenmarkskanal gespritzt. Die Wirkung des Medikaments tritt deutlich langsamer ein als bei der Spinalanästhesie und ist in der Regel weniger stark. Sie ist auf einzelne Partien des Rückenmarks begrenzt. Durch den gelegten Zugang/Katheter kann bei nachlassender Wirkung Schmerzmittel nachgespritzt werden. Das ist bei der Spinalanästhesie nicht möglich.

In Abhängigkeit von der Dosis und dem verwendeten Medikament bleibt in der Regel ein Gefühl für die Beine und deren Beweglichkeit erhalten. Der Unterkörper und der Wehenschmerz sind nicht mehr spürbar. Zugleich geht die Kontrolle über Urin- und Stuhlabgang verloren. Darum wird ein Urinkatheter gelegt und der Urin in einen Beutel abgeleitet.
Auch die PDA kann bei Kaiserschnitten eingesetzt werden.

Die Liste möglicher Nebenwirkungen und Komplikationen ist lang.