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Ultraschall - nicht bei Fieber!

Keine Entwarnung für Ultraschall

Aufmerksame schwangere Frauen, die sich im Netz umsehen, fragen sich, ob es sein kann, dass Ultraschall aufgrund nachgewiesener Wärmeentwicklung schädlich für Ihr Kind sein kann. Nachgewiesen wurden sowohl Wärmeentwicklung als auch die sogenannte Cavitation.

Das Wirkspektrum von Ultraschall beleuchtet der Experte Prof. Dr. Linderlamp
Thermische Wirkung des Ultraschalls 

Die Tatsache der Wärmeentwicklung führte dazu, dass in einer Presseerklärung der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) gesagt wird, bei Frauen, die Fiber hätten dürfe kein Ultraschall vorgenommen werden, Quelle s. u.).

Als Cavitation wird bezeichnet, wenn unter der Wirkung von Ultraschall aus einer flüssigkeitsreichen Zelle Dampf entweicht und Bläschen aufsteigen. Zellen reagieren je nach Flüssigkeitsanteil, Festigkeit und Dichte des Gewebes unterschiedlich. Die in das Gewebe eindringende Schallwelle muss reflektiert werden, damit ein Bild entstehen kann.
Die Abbildung auf dem Monitor ist darum kein Foto sondern das Ergebnis der vom Kind zurückgeworfenen Schallwellen.

Der frühe Ultraschall vor der 20. Woche ist anders zu bewerten als ein späterer Ultraschall bei einem fast ausgewachsenen Baby. In jedem Fall können insbesondere beim sog. Feinultraschall, der 40 – 60 Min. dauert, die hochempfindlichen und verletzlichen Keimzellen, Gehirnzellen, die winzigen Organe und Gefäße durch die Schallwellen in Mitleidenschaft gezogen werden.

Fragen von Eltern bleiben
Was bedeuten unterschiedliche Aussagen für die schwangere Frau und ihr Baby?
Wir haben verschiedene Aussagen zusammengestellt, die in sich widersprüchlich bleiben. Das heißt aber: Experten geben keine Entwarnung.

Öffentliche Verlautbarungen
Die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) sieht sich gefordert, immer mal wieder die Sorgen von nachfragenden Eltern zu beschwichtigen. So kommen zweideutige Informationen zustande, die als Schluss nur zulassen: keine Entwarnung.
Eltern tragen Verantwortung, die nimmt ihnen leider niemand ab.

dpa Mittwoch, 8. August 2012 im Ärzteblatt
Die Pressemitteilung im Ärzteblatt sollten Eltern bis zum Ende lesen.
„Bonn – Für ungeborene Kinder bestehen keine gesundheitlichen Risiken durch Ultraschalluntersuchungen. Darauf hat die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) hingewiesen…. Auch bestehe kein Risiko, dass es durch die vorgeburtliche Ultraschalluntersuchung zu einer gefährlichen Erwärmung des Feten komme, sofern die Schwangere nicht Fieber habe. Lediglich bei einer längeren, über mehrere Minuten dauernden, gepulsten Doppleruntersuchung hätten Forscher im Tierversuch einen Temperaturanstieg von bis zu vier Grad Celsius festgestellt….“

Dieses Verfahren komme im Rahmen der Schwangerenvorsorge nur dann zum Einsatz, wenn der Ultraschallspezialist Herz und Gefäße des Ungeborenen untersucht, so Merz. „Diese Untersuchung dauert nur wenige Sekunden“, erklärte der Chefarzt. „Dass es dabei zu einer relevanten lokalen Temperaturerhöhung kommt, ist sehr unwahrscheinlich.“

Dennoch: „Vorsicht ist das oberste Gebot in der Medizin“, sagte Merz. In der Diagnostik gelte das Prinzip: So viel wie nötig, so wenig wie möglich. Merz: „Ultraschalluntersuchungen in der Schwangerschaft sollten nur von Ärzten mit entsprechender Aus- und Weiterbildung und nur dann durchgeführt werden, wenn sie wirklich notwendig sind.“
In einem andern Interview:
„Dennoch sollten die Untersuchungen ausschließlich von spezialisierten Ärzten und nur zur medizinischen Diagnostik durchgeführt werden, nicht aber zum sogenannten Babyfernsehen", so die Fachgesellschaft.