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Ultraschall - pränataldiagnostische Dienstleistung

Information über Ultraschall und seine Anwendung

    • Ultraschalluntersuchungen gehören nicht zur Vorsorge. Sie dienen der Pränataldiagnostik und damit Suche nach Hinweisen auf Normabweichungen.

    • Ultraschall ist ein bild- und tongebendes Verfahren, das ca. seit 1960 in der Geburtsmedizin ursprünglich nur zur Diagnostik bei Hochrisikoschwangerschaften für spezifische geburtsrelevante Abklärungen eingesetzt wurde.

    • Vorher kam Ultraschall bei der Kriegsmarine zur Ortung von U-Booten zum Einsatz.

    • Ein Schallkopf wird über die Bauchdecke der schwangeren Frau geschoben. Die ausgesendeten Schallwellen sind hochenergetisch und durchdringen die Bauchdecke, das Fruchtwasser und das kindliche Gewebe von Knochen, Drüsen und Organen. Sie werden wie beim Echo zurückgeworfen, aufgefangen und zu einer Abbildung auf dem Monitor zusammengesetzt. Eltern bekommen ein Foto von der Abbildung auf dem Monitor. Dasselbe gilt für DVDs und Baby-TV/-Kino.

    • Es gibt auch den Vaginal-Ultraschall, bei dem der Schallkopf in die Scheide der Frau geschoben wird, z. B. um näher am Kopf des Kindes zu sein.

    • in der Schwangerschaft werden drei 2D-Ultraschall-Untersuchungen in der 13. bis 16. Woche, der 21. bis 24. Woche und der 29. bis 32. Schwangerschaftswoche angeboten (s. Mutterpass) und von den Krankenkassen bezahlt.

    • CTG-Herztonmessungen sind Ultraschalluntersuchungen.
    • Beim 3- und 4D-Ultraschall sind die Ultraschallwellen deutlich stärker als bei der 2D-Technik.

    • Den sogenannten „Fein-Ultraschall“ kann eine schwangere Frau statt des 2. Basisultraschalls wählen. Er wird auch Organultraschall/ Feinultraschall oder Missbildungsultraschall genannt. Er wird zwischen der 19. + 23. SSW von einem Arzt mit entsprechender Qualifikation in der Pränataldiagnostik durchgeführt, meist in einer Spezialpraxis oder einem Perinatalzentrum.
      Hierbei wird nach der kindlichen Aktivität, dem Bewegungsmuster, dem Profil des Gesichts, der Fruchtwassermenge und der Plazenta geschaut. Darüber hinaus wird nach sichtbaren Fehlbildungen im Bereich der Weichteile, Organe, Knochen, des Zentralnervensystems, des Herzens und der Extremitäten gesucht.

    • Ergänzend wird ggf. ein Doppler-Ultraschall angeboten. Dabei werden die Blutflussgeschwindigkeit in den Blutgefäßen des Kindes und der mütterlichen Gebärmutter gemessen (meistens ab der 20. SSW), um Rückschlüsse auf die Versorgungssituation des Kindes ziehen zu können.

    • Das Bild auf dem Monitor entsteht nicht durch Fotografie.

    • Ultraschallmessungen sollten nur von Ärzten vorgenommen werden.

    • Sie sollten nicht ohne begründete individuelle Diagnose (Indikation) durchgeführt werden.

    • Eltern sind zu keiner Untersuchung verpflichtet.

    • Eltern haben das Recht auf Nichtwissen.

 Wissenschaftlicher Überblick über Forschungen zum Ultraschall, Stand 2017:

Pränataler Ultraschall - Gesundheitsrisiko für die Kinder?

Ausschnitt: Wie wirkt Ultraschall?