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Ultraschall Hebammenwissen

Fehlender Nachweis ist nicht nachgewiesenes Fehlen

Achtung! Die Rechtslage zum Gebrauch von Ultraschall während der Schwangerschaft hat sich geändert. ÄrztInnen und allen anderen Personen ist es untersagt, Ultraschall an ungeborenen Kindern anzuwenden, wenn keine medizinische Notwendigkeit vorliegt. Damit wird das Baby-Fernsehen – als private oder Ige-Leistung – zur Ordnungswidrigkeit, ebenso wie CTG-Messungen und Dopton-Anwendungen. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit folgt der Empfehlung der Strahlenschutzkommission (SSK) und stellt den Verbraucherschutz über die wirtschaftlichen Interessen von Ultraschall-AnwenderInnen.
Im Rahmen ärztlicher Schwangerenbegleitung werden weiterhin die drei sog. „Basisultraschalluntersuchungen“ angeboten. Die Eltern entscheiden, ob sie ihr Kind mit Ultraschall untersuchen lassen wollen oder nicht.
Genaueres erfahren Sie in dieser Presseerklärung.

Häufige Ultraschalluntersuchungen werden immer mehr zur Routine – selbst bei Schwangerschaften ohne Risiko. Eine Ultraschallaufnahme nehmen viele Schwangere inzwischen bei jedem Vorsorgetermin wahr, inklusive einem oder mehreren Vaginalultraschall(en) im ersten Schwangerschaftsdrittel. So kommen nicht selten bis zu 10 Ultraschallbilder und mehr im Verlauf der Schwangerschaft zusammen, um das Baby in seiner verborgenen Welt schwarz auf weiß zu sehen.

Ultraschall gilt allgemein als sicher und unproblematisch. Heute wird er jedoch auf neue Weise und für neue Zwecke genutzt und das immer häufiger, als noch vor einigen Jahren. Ob diese gehäuften Ultraschalluntersuchungen in der Schwangerschaft in diesem Umfang weiter bedenkenlos angewendet werden können, ist daher eine wichtige Fragestellung.
Denn der fehlende Nachweis von schädigenden Effekten ist nicht mit dem Nachweis des Fehlens von schädigenden Effekten gleichzusetzen.

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