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Vergleich Klinikgeburt - Geburtshausgeburt

Gesunde Frauen in der Klinik benachteiligt


Ergebnisse einer Pilotstudie von 2011, erstellt durch den Gesamtverband der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) zusammen mit dem Verein „Qualitätssicherung außerklinischer Geburtshilfe“ (QUAG e.V.)- und Hebammenverbänden. Verglichen wurden ca. 90 000 Geburten von ausschließlich gesunden Müttern und Kindern, Quelle: www.quag.de/downloads/VergleichGeburtenGKV-SV.pdf


Einige Ergebnisse:
Gemeinsame Entlassung von Mutter und Kind nach Hause
Deutlich geringere Rate gemeinsamer Entlassung von Mutter und Kind aus Kliniken mit Neugeborenen-Intensivstationen. „Dies erstaunt um so mehr in Kenntnis der zuvor erfolgten Risikoselektion, die ja ausschließlich reif- und spontan geborene Einlinge in beiden Vergleichskollektiven beließ und alle Geburten mit Interventionen [z. B. Kaiserschnitt] ausschloss.“ (Pilotstudie S. 27)

Einsatz von Medikamenten unter der Geburt
In von Hebammen geleiteten Einrichtungen:
Bei 6.6 % der Gebärenden kommt es zum Einsatz von Medikamenten.

In Kliniken:
Bei 19,0 % der Gebärenden. Auch hier ist zu bedenken, dass lediglich Spontangeburten verglichen wurden, bei denen die Frauen nach der Ausgangslage auch außerklinisch hätten entbinden können.

Dammverletzungen
In Kliniken blieben nur 29.8 % der Gebärenden unverletzt, hingegen in von Hebammen geleiteten Einrichtungen waren es signifikant mehr, nämlich 41,2 % der Frauen, die keine Dammverletzung davontrugen. (S. 25)

Gebärposition
Der Vergleich zeigt, dass Krankenhäuser die Ergebnisse aus sämtlichen Vergleichsstudien ignorieren. Seit 40 Jahren wird in Fachkreisen die Bedeutung einer physiologisch günstigen Gebärstellung diskutiert. Nachweislich verkürzt sich die Dauer der Geburt, wenn die Schwerkraft genutzt wird und das Gewicht des Kindes mit hilft, den Geburtsweg zu passieren.
Frauen in Kliniken sind in Bezug auf eine physiologisch günstige Gebärhaltung gravierend benachteiligt.

Gebärposition Hebammen-Einrichtung - Krankenhaus
Horizontal      23,7 %                        86,1 %

Vertikal         36,0 %                        4,7 %

Wassergeburt 22,1 %                        4,5 %

Anderes        18,2 %                        4,7 %
(S. 25)