Ungeplant schwanger

Beim Abwägen nicht allein sein

Sie sind schwanger, aber gerade kommt es für Sie nicht in Frage,  ein Kind zu bekommen. Dafür kann es viele innere und äußere Gründe geben. Holen Sie sich professionelle Hilfe. Sie müssen mit der Situation nicht allein fertig werden, vor allem nicht, wenn Sie ohne Partner sind oder alleinerziehend. Erkennen Sie an, dass Sie sich in einer Konfliktsituation befinden.

Ein Kind wurde gezeugt und ist nicht erwünscht. Das kann viel in Ihnen auslösen. Versuchen Sie, sich nicht zu verurteilen, auch nicht Ihr Kind oder Ihren Partner. Aus psychologischer Sicht können sie der Frage nachgehen:
Ist Ihnen Ihr Wunsch nach einem Kind bewusst gewesen? Sich mit dieser Frage auseinanderzusetzen – möglicherweise mit professioneller Hilfe – kann Klarheit bringen.

Sie können sich auch damit beschäftigen, warum Sie sich gerade nicht vorstellen können, ein Kind groß zu ziehen. Wahrscheinlich ist es schwer, den inneren Konflikt auszuhalten. Nehmen Sie sich trotzdem Zeit dafür und beobachten Sie das Hin und Her in Ihnen. Wenn möglich treten Sie dazu mit dem Kind in Ihrem Bauch in Kontakt.

Denken Sie über eine Abtreibung nach? Gibt es innere Verbote, solche Gedanken zu haben? Erfahrungsgemäß kann es für ein Kind und sein Leben eine schwere Belastung darstellen, ungewollt zu sein. So gibt es keine eindeutige Antwort, was für das Kind gut ist. Letztlich müssen Sie die Entscheidung treffen, die für Sie in der aktuellen Situation die beste zu sein scheint. Wenn für Sie eine Abtreibung nicht in Frage kommt: Können Sie sich vorstellen, das Kind auszutragen und bei einer Person Ihres Vertrauens aufwachsen zu lassen? Erwägen Sie eine anonyme Geburt oder halten Sie es für möglich, das Kind zur Adoption freizugeben? Lassen Sie sich über alle Möglichkeiten beraten, sprechen Sie darüber und nehmen Sie wahr, wie es Ihnen angesichts Ihrer Gedanken geht.  Wenn möglich beziehen Sie den Vater des Kindes mit ein.

Wenn es Ihnen gut täte, mit einer neutralen Person zu sprechen, empfehlen wir Ihnen, eine Beratungsstelle aufzusuchen.Wenn Sie finanzielle Unterstützung brauchen, thematisieren Sie auch das dort.

Hilfen, Notruf und Beratung