Nein zu Bluttests auf Krankenkassenkosten

„Woche für das Leben“ fordert kritisches Nachdenken über Bluttest

Die katholischen und evangelischen Frauenverbände widmen sich in diesem Jahr dem Thema „Bluttest auf Krankenkassenkosten?“
Damit verbindet sich die ethische Frage, ob die Beiträge aller Mitglieder von Krankenkassen dazu verwendet werden dürfen, das Lebensrecht von Kindern mit vermuteten Genveränderungen in Frage zu stellen.

Da es immer wieder zu fehlerhaften Befunden und Wahrscheinlichkeitsberechnungen kommt, werden Eltern, die sich ein Kind wünschen, stark belastet. Auch das Klima gegenüber Kindern mit Behinderungen und deren Familien könnte kälter werden, befürchten die Autorinnen. Ein unabhängiges Beratungsnetz steht Eltern oft nicht zur Verfügung. Eine inclusive Gesellschaft nimmt Behinderungen an. Auch könnte die Einführung eines solchen Bluttests dazu führen, dass es massenhaft Schwangerschaften „auf Probe“ gibt. Erst kommt der Test nach der 16. Woche, danach kommt die Vorfreude? Pränatalpsychologen sagen: Für die psychische Gesundheit von Kindern kann damit eine sehr unsichere psychische Basis gelegt werden, ähnlich wie bei unerwünschten oder abgelehnten Kindern.
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