Du kannst mit deinem Baby von Anfang an verbunden sein

Wie kann ich mich von Anfang an mit meinem Kind verbunden fühlen?

babybauch schwesternViele Eltern wünschen sich schon während der Schwangerschaft, möglichst viel über ihr Kind zu erfahren. Sie möchten ihm nahe sein, möchten es sehen und sicher sein, dass es sich gesund entwickelt. Man weiß, dass eine frühe Bindung zwischen Mutter und Kind sich positiv auf den Verlauf der Schwangerschaft, die Geburt des Kindes und den Verlauf des Wochenbettes auswirkt. Deshalb schätzen viele Eltern den Blick auf ihr Kind mit Hilfe einer Ultraschalluntersuchung. Die Sicherheit, die ein Ultraschallbild vermittelt, ist allerdings meist nur von kurzer Dauer. Wir möchten deshalb Wege aufzeigen, die helfen können, während der Schwangerschaft schon ein gutes Gespür für den eigenen Körper und das darin wachsende Kind zu entwickeln.

Unsere Broschüre „MutterBabys Weg“ will das Vertrauen von Frauen in sich selbst stärken und ihnen die wichtigsten Informationen geben, damit sie tun können, was sich für sie wirklich gut anfühlt.
Mütter verschiedenen Alters haben ihre Erfahrungen zusammengetragen und sie in dieser Broschüre aufgeschrieben. Anschauen und bestellen können Sie sie hier

Hebammenvorsorge ganz individuell

Eine Hebamme nimmt sich Zeit für persönliche Fragen und Bedürfnisse. Sie ist kompetente Ansprechpartnerin für alle Fragestellungen rund um die Schwangerschaft und veranlasst bei etwaigen Auffälligkeiten rechtzeitig eine ärztliche Abklärung. Vorsorgeuntersuchungen bei der Hebamme (und bei ÄrztInnen) werden von den Krankenkassen übernommen.
Wir empfehlen auf Grund des derzeitigen Hebammenmangels, sich rechtzeitig um eine Begleitung in der Schwangerschaft, während der Geburt und im Wochenbett durch eine Hebamme zu bemühen. Hilfreiche Links zur Hebammensuche finden sich hier

Wozu ist eine Geburtsvorbereitung gut?

Ein Geburtsvorbereitungskurs begleitet Sie während der Schwangerschaft. Die Eigenverantwortung der Frauen und Paare wird gefördert und ihre individuellen Kompetenzen werden gestärkt. Er setzt Eltern in die Lage, bewusste und selbstbestimmte Entscheidungen während Schwangerschaft und Geburt zu treffen. Körperliche, seelische und soziale Veränderungen können gespürt, besprochen und eingeordnet werden. Außerdem soll die Geburtsvorbereitung den Paaren bewusst machen, dass sie die Geburt ihres Kindes selbst gestalten und dabei unterschiedliche Hilfen in Anspruch nehmen können. Ein Geburtsvorbereitungskurs geht auch auf die umfassenden Veränderungen des Lebens nach der Geburt des Kindes ein.

Geburtsvorbereitungskurse werden in der Regel durch Hebammen angeboten. Darüber hinaus können Geburtsvorbereiterinnen auch über die Seite der Gesellschaft für Geburtsvorbereitung (GfG) gefunden werden. Diese werden von den Krankenkassen in der Regel nicht finanziert.

(Foto privat)

Weitere Möglichkeiten, wie Eltern mit ihrem Baby „in Verbindung“ kommen

Wie wir heute wissen, sind ungeborene Kinder sehr kontaktfreudig. Das Baby nimmt lebhaft an seiner Umgebung teil. Es tut ihm gut, wenn die Eltern sich mit dem Baby gedanklich beschäftigen, es von außen streicheln, mit ihm sprechen und es in den Alltag einbeziehen. Eltern können so auch schon vor der Geburt das Zusammensein mit dem Kind genießen, es kennen lernen und ein Gespür für seine Bedürfnisse entwickeln.

Einige Methoden haben in den letzten Jahren zu guten Geburtserfahrungen beigetragen, diese stellen wir Ihnen im Folgenden vor. Grundsätzlich sollten Eltern immer selbst genau prüfen, welches Angebot und welche Form der Vermittlung Ihnen zusagt.

Begleitung durch eine Doula

Doulas sind selbst geburtserfahrene Frauen, die Frauen in der Schwangerschaft, während der Geburt ohne Unterbrechung und im Wochenbett begleiten. Der Begriff Doula stammt aus dem Altgriechischen und bedeutet „Dienerin“ – also eine „Dienerin der Frau“ – Sie ist nur für diese eine Frau da. Ihr breitgefächertes, fundiertes Wissen erwerben Doulas durch eine Ausbildung. Sie können mit ihrer einfühlsamen Unterstützung auf eigene Erfahrungen zurückgreifen und die Rolle einer mut- und kraftspendenden Begleiterin erfüllen. Sie erkennen und verstehen die Bedürfnisse der Gebärenden und unterstützen sie mit ihrem Wissen, wann immer sie von der werdenden Mutter gebraucht werden. Eine Doula handelt nach den Vorstellungen der Gebärenden und wirkt beruhigend und stärkend. Sie steht nicht in Konkurrenz zur Hebamme. Die medizinische Verantwortung bleibt ausschließlich bei der Hebamme. Die Doula kann außerdem ein wichtiges Bindeglied zwischen Mutter und Hebamme, Ärztin oder Arzt sein und ist häufig auch für den werdenden Vater ein „Fels in der Brandung“.

Doulas in Deutschland e.V.   –  GfG-Doula-Verzeichnis

Bindungsanalyse

Die Bindungsanalyse ist eine vorbereitende Methode, um schwangeren Frauen einen frühen und sehr innigen Kontakt zum ungeborenen Kind zu ermöglichen. Liegend und entspannt konzentriert sich die Frau auf Signale des Kindes, die als Gefühle, Bilder, Gedanken und Phantasien vor ihrem inneren Auge auftauchen. Diese werden bewusst gemacht und besprochen. Bindungsanalyse [1] wird von TherapeutInnen oder Hebammen angeboten. Weitere Informationen dazu finden Sie auf unsere Webseite hier.

 [1] Über die Webseite zur Bindungsanalyse können weitere Informationen und Anbieter gesucht und gefunden werden.

Haptonomie – „Spielen“ mit dem Kind im Bauch

Eine wunderschöne Möglichkeit, einen intensiven Kontakt mit dem Kind im Bauch zu haben, bietet die haptonomische Begleitung während der Schwangerschaft. Einfache Übungen und Anleitungen zum „Spiel“ mit dem Baby ermöglichen einen frühen liebevollen Kontakt. Eine gestärkte Wahrnehmung  zum Baby im Bauch und zum eigenen Körper erleichtert eine selbstbestimmte und bewusste Geburt.

Hypnobirthing

Mit Hypnobirthing ist die Vorbereitung auf eine möglichst selbstbestimmte und entspannte Geburt möglich. Es gilt, der ureigenen Kraft in sich selbst als schwangerer Frau zu vertrauen. Achtsamkeit, gezielte Entspannung, Atmung und selbstbestimmte Hypnose werden bei dieser Methode erlernt.

 

Alles für Sie und Ihr Kind ist hilfreich ...

... was zu Ihrem Wohlbefinden beiträgt. Was das sein kann, ist individuell verschieden. Es bedarf vielleicht etwas Übung, in dieser neuen Situation in sich selbst hinein zu fragen: was tut mir und dem Baby jetzt gut?

Z. B. können Bewegung im Wasser, allein oder in einem Kurs, Yoga, Schwangerschafts-Tanzen oder eine andere Form von Gymnastik, Spaziergänge an der frischen Luft und Entspannungspausen auf dem Sofa ein positives Körperempfinden fördern. Hebammen zeigen, wie Sie die Lage des Babys selbst ertasten können. Vielen Müttern tut gut, gemeinsam mit anderen aufmerksam und in guter Hoffnung ihrem Baby nachzuspüren. Auch ist es möglich, mit dem Baby beruhigend zu sprechen, es zu streicheln und dabei wenn möglich den Partner einzubeziehen.