geburts abc

Abnabeln zum richtigen Zeitpunkt

Wann soll – kann – darf die Nabelschnur durchtrennt werden?

Das Baby entwickelt sich 9 Monate lang durch das Blut in seiner Plazenta und Nabelschnur. Das Blut ist sauerstoffreich, weil die Mutter atmet und so das kindliche Blut optimal mit Sauerstoff angereichert ist. Die Blutgruppen von Mutter und Kind unterscheiden sich in den allermeisten Fällen. Der Sauerstoffgehalt im kindlichen Kreislauf hängt u. a. von gesunder Ernährung der Mutter, ihrer Bewegung und gesunder Luft ab. (Kinder von Raucherinnen sind bezüglich des Wachstums benachteiligt.)
Mit dem Abnabeln verbunden ist der Übergang in die selbstständige Lungenatmung des Babys. Um für den Übergang sicher versorgt zu sein, pumpt das Baby sein eigenes Blut aus Plazenta und Nabelschnur in seinen Körper hinein. Ist der Vorgang beendet, wirkt die Nabelschnur weiß und schlaff. Sie hat "auspulsiert". Dadurch ist eine gute Sauerstoffversorgung und ein höheres  Geburtsgewicht Ihres Kindes in der Startsituation sichergestellt.

Es wird in Zeitschriften, bei Messen und in Arztpraxen dafür geworben, das Blut des Kindes zu spenden oder gegen Geld für evtl. spätere Nutzung einzulagern. Eltern wissen meist nicht, dass dem Kind dadurch in der Geburtssituation mindestens 1/3 seines Gesamtblutes verloren geht.
Das entspricht einer Blutspende, die bei Personen unter 50 kg Körpergewicht und unter 18 Jahren untersagt ist (DRK Blutspende).
Die Bedeutung des kindlichen Blutes in der Startsituation ist unbestritten.
Die Werbung, Plazenta und Nabelschnur (die Menge des darin enthaltenen Blutes wird nicht genannt) zu spenden, statt mit dem klinischen Abfall zu entsorgen, verschweigt, dass sowohl das Blut wegen der Stammzellen als auch die Plazenta wegen ihrer wertvollen Beschaffenheit vermarktet werden können. Sowohl die Stammzellforschung als auch die Kosmetikindustrie sind daran interessiert.

In der Broschüre „Sanft und sicher versorgt auf die Welt kommen mit dem Blut aus Plazenta und Nabelschnur“ gehen wir den Fragen nach dem besten Zeitpunkt des Abnabelns aus kinderärztlicher, geburtshilflicher und kinderrechtlicher Sicht nach.
Mitgearbeitet haben u.a.: Iris Eichholz, Hebamme - Erika Feyerabend, Sozialwissenschaftlerin - Olivia Heiss, Hebamme - Prof. Dr. Sven Hildebrandt, Gynäkologe - Prof. Dr. Otwin Linderkamp, Neonatologe und ein Kinderrechtsexperte.

Gedruckt können Sie die Broschüre bestellen unter versand(at)greenbirth.de
Schutzgebühr 1,- €.