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Cytotec Beschwerden führen zu Warnung der Behörde

Öffentliche Diskussion beendet den Gebrauch des nicht zugelassenen Medikamentes

Nachdem in der Presse über die Verwendung von Cytotec berichtet wurde, kam es zu Hunderten Zuschriften betroffener Frauen.
Dieses führten zu Konsequenzen.

1. Die DGGG räumt in einem Zeitungsbericht ein, dass die Leitlinien zur Geburtseinleitung veraltet seien.
Inzwischen folgt die DGGG in einer Stellungnahme vollständig der Linie des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukt und verkündet, der "Rote-Hand-Brief" zu Cytotec, s. u., sei konsequent und richtig, "Die Sicherheit unserer Patientinnen und das Wohl von Mutter und Kind stehen stets an allererster Stelle."

2. Mediziner sind sich der Situation offensichtlich bewusst. Das ergibt sich aus der Äußerung von Professor Peter Husslein, Leiter der Universitätsklinik für Frauenheilkunde in Wien: Jeder, der sich damit beschäftige, habe das gewusst, erklärt er. Ihn verwundere, dass das Medikament weiterhin verwendet werde.

3. Dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte liegen Berichte von betroffenen Frauen vor. Schwere Nebenwirkungen nach der Anwendung von Cytotec bei Müttern und Kindern wurden aktenkundig.
Die unabhängige Behörde warnt jetzt vor dem Mittel, das offiziell als Magenmittel zugelassen ist, für das aber die Zulassung zur Geburtseinleitung nie beantragt wurde.

Der Rote-Hand-Brief der Behörde

4/2020