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CTG mehr Beunruhigung, mehr Kaiserschnitte

Aufnahme-CTG beeinträchtigt Geburtsverlauf

Achtung! Die Rechtslage zum Gebrauch von Ultraschall während der Schwangerschaft hat sich geändert. ÄrztInnen und allen anderen Personen ist es untersagt, Ultraschall an ungeborenen Kindern anzuwenden, wenn keine medizinische Notwendigkeit vorliegt. Damit wird das Baby-Fernsehen - als private oder Ige-Leistung - zur Ordnungswidrigkeit, ebenso wie CTG-Messungen und Dopton-Anwendungen. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit folgt der Empfehlung der Strahlenschutzkommission (SSK) und stellt den Verbraucherschutz über die wirtschaftlichen Interessen von Ultraschall-AnwenderInnen. Den Eltern werden im Rahmen ärztlicher Schwangerenbegleitung weiterhin die drei sog. „Basisultraschalluntersuchungen“ angeboten. Sie entscheiden, ob sie dieses Angebot annehmen möchten oder nicht. Genaueres erfahren Sie in dieser Presseerklärung

Kommt eine gesunde schwangere Frau zur Geburt in die Klinik, so wird sie meist routinemäßig an ein CTG-Gerät angeschlossen. Ein Ultraschall-Gerät, das die Herzton-Frequenz des Babys aufzeichnet. Diese Untersuchung dauert mindestens 20, eher 30 Minuten. Diese Messung vor oder zu Geburtsbeginn wirkt sich der Studie zufolge auf den Geburtsverlauf so aus, dass 20 % mehr Kaiserschnitte resultieren.

Es ist bekannt, dass CTG-Untersuchungen von zweifelhaftem Nutzen sind. Die Ergebnisse sind ungenau oder werden in 50 % der Fälle falsch interpretiert. In den letzten zwei Stunden vor der Geburt ist sogar von 90 % pathologischen Diagnosen die Rede.

Das sollten Frauen wissen und sich und ihr Baby davor schützen. Fragen Sie das Personal. Wie, das sagt ihnen eine  Fragehilfe, die sich bewährt hat. Alternativ können die Herztöne des Kindes auch mit dem Pinard-Rohr abgehört werden.

Gemäß der Mutterschaftsrichtlinien sollte die Herztonüberwachung per CTG nicht vor dem errechnetem Geburtstermin (ET) erfolgen.

Cochrane-Studie 2017