geburts abc

Einleitung Geburt weniger als 10 Prozent erforderlich

WHO-Empfehlungen von 1985

Die Empfehlung Nr. 19 lautet:
"Geburten sollten nicht aus Bequemlichkeit/aufgrund von Zweckmäßigkeit eingeleitet werden. Die Einleitung sollte speziellen medizinischen Indikationen vorbehalten sein. Keine geografische Region sollte eine Rate von über 10 % eingeleiteter Geburten haben."
Originaltext:
"Birth should not be induced for convenience, and the induction of labour should be reserved for specific medical indications. No geographic region should have rates of induced labour over 10 %."

In Kliniken wird in 93 % aller Geburten eingegriffen. Vielfach durch Geburtseinleitungen. Sie sind das Ergebnis eines festen Errechneten (Geburts)Termins (ET) ungeachtet der individuellen Reifungszeit jedes Babys. Als Teil der "Programmierten Geburt", sorgen sie für Planbarkeit und einen Zeitrahmen, der naturgemäßen Geburtsabläufen widerspricht. Dem Baby wird die Möglichkeit genommen, den optimalen Zeitpunkt seiner Geburt hormonell anzustoßen. Schwangere Frauen geraten in Stress, Vorgaben einhalten zu müssen. Stress stört bzw. verhindert die naturgemäße Entwicklung der Geburt. Damit wird den Frauen die Möglichkeit genommen, ihre Fähigkeit zu gebären zu erleben.

Dass Geburtseinleitungen rund ums Wochenende und an Feiertagen gehäuft vorgenommen werden, zeigt eine Untersuchung in der Universitätsstadt Göttingen. Die Geburten/Kaiserschnitte von Kindern werden den Dienstplänen entsprechend angepasst.
Programmierte Geburten in Göttingen

Zahl der Einleitungen soll eingedämmt werden 

Eine neue Leitlinie (2020) "Vaginale Geburt am Termin" empfiehlt, dass der Geburtsbeginn in seiner Anfangsphase – Latenzphase, Übergang zur Geburt  gut zuhause bewältigt werden kann (Hebamme kontaktieren).
Es ist wichtig, dass Sie einige Themen der Leitlinie kennen. Fragen Sie in der Klinik nach, ob diese nach den neuen Leitlinien arbeiten.

Überblick über die Themen der Leitlinie

06/2021