geburts abc

IGe-L ist keine Vorsorge

Medikamente, Apparate, Ersttrimester Screening

In Arztpraxen werden außer der Vorsorge zahlreiche Individuelle Gesundheits-Leistungen angeboten. Sie gehören nicht zur Vorsorge und müssen privat bezahlt werden. Eine Information, an der Frauenärztinnen mitgearbeitet haben, sagt dazu Folgendes: „Gesundheit ist ein Markt. Rentabilität sein höchstes Gut. Er organisiert sich nach Angebot und Nachfrage und neigt deshalb dazu, immer mehr zu entwickeln und zu bewerben: Medikamente, Apparate, Laboruntersuchungen. Gerade in der Schwangerschaft werden besonders viele zusätzliche Leistungen wie Zusatzultraschall oder das sog.Ersttrimester Screening verkauft – weil werdende Eltern alles Gute für ihr Kind wollen. Das fürsorgliche Begleiten, auch ohne alles Mögliche zu tun, kommt dabei schnell zu kurz – auch deshalb, weil dies oft nicht abgerechnet werden kann ...

Die Individuellen Gesundheits-Leistungen werden nicht als medizinisch notwendig angesehen, sonst wären sie Kassenleistungen. Viele IGe-Leistungen sind auch nicht medizinisch abgesichert. Es fehlen die wissenschaftlichen Belege dafür, dass sie nutzen und nicht schaden. Sie sind eine wichtige Erwerbsquelle für die, die sie anbieten.“1

Aufgrund wissenschaftlicher Forschungsergebnisse raten wir – GreenBirth – dringend davon ab, Fotos und DVDs, die im Rahmen von Ultraschalluntersuchungen als IGe-Leistungen angeboten werden, in Anspruch zu nehmen. Das gilt insbesondere für die Frühschwangerschaft, weil der winzige Körper deines Babys dann besonders verletzlich ist.

1 Aus „Bauchentscheidungen – wissen was jetzt gut ist.“ Hrsg.:Netzwerk gegen Selektion durch Pränataldiagnostik, Arbeitskreis Frauengesundheit in Medizin, Psychotherapie und Gesellschaft, AWO Bundesverband, 2011.

Der vollständige Text findet sich in der Broschüre "MutterBabys Weg durch Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und Stillzeit, S. 9: Menüpunkt Downloads – Broschüren