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Kristellern (Fundusdruck) S3-Leitlinie

Was steht dazu in der S3-Leitlinie?

LL = Aussagen der S3-Leitlinie, Kurzfassung. Wir geben den Inhalt in nichtmedizinischer Sprache wieder. Zitate sind mit „…“ und Seitenangabe markiert.
GreenBirth: Wir erläutern ohne den Anspruch der Vollständigkeit und ohne Gewähr. Alle Hervorhebungen, fett oder kursiv von Greenbirth.


Leitlinie
„Fundusdruck soll nicht ausgeübt werden. Nur unter strenger Indikationsstellung kann diese Maßnahme erwogen werden…“ (S. 74)
Es werden Bedingungen genannt, unter denen das Kristellern überlegt werden kann:
Die gebärende Frau muss einverstanden sein, sie hat ein Vetorecht, es muss mit ihr ständig Kontakt gehalten werden. Das Kristellern dürfe nur in der letzten Phase des Austritts des Kindes angewandt werden. Die Ausführung müsse im selben Rhythmus wie die Wehen erfolgen.
Zustimmung der Kommission  100 %.


GreenBirth
Kristellern (Fundusdruck) nur noch in sehr engem Rahmen zu erlauben, mit Vetorecht für die gebärende Frau, begrüßen wir sehr. Die Nennung  einzelner Bedingungen unter denen das Kristellern erwogen werden kann, zeigt die bisherige Vorgehensweisen, die Frauen beklagten. Der Eingriff ist seit Jahren höchst umstritten und in mehreren Ländern verboten. Frauen, die in der Klinik gebären wollen, sollten diesen Punkt in einem Vorgerspräch mit der Klinik erwähnen.

Wir empfehlen, dass Sie und Ihr Partner lesen,  was die Klinikhebamme Iris Eichholz zum Kristeller-Handgriff schreibt.
Iris Eichholz: Kinderrechtsverletzungen während der Schwangerschaft, Geburt und in den ersten Lebenstagen. Broschüre 2019, S. 43 – Englischversion 2021.
Die 100%ige Zustimmung der Leitlinienkommission zeigt, dass allen Mitgliedern dieser Missstand bewusst war.

Kurzfassung der S3-Leitlinie Vaginale Geburt am Termin

Allgemeine Information zur Leitlinie

06/2021