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"Rote-Hand-Brief" zu Cytotec Behörde warnt

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte handelt

Dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte liegen Berichte von betroffenen Frauen vor. Schwere Nebenwirkungen nach der Anwendung von Cytotec in zu hoher Dosis bei Müttern und Kindern wurden aktenkundig.
Die unabhängige Behörde warnt jetzt vor dem Mittel, das offiziell als Magenmittel zugelassen ist, aber für das die Zulassung zur Geburtseinleitung nie beantragt wurde.

Der Rote-Hand-Brief der Behörde

Inzwischen ist über eine Firma in den Niederlanden "Angusta25" mit dem gleichen Wirkstoff Misoprostol für die Geburtshilfe zugelassen.
Die niedrige Dosierung von 25 Mikrogramm soll vermeiden, dass es zu den von Frauen beschriebenen starken Nebenwirkungen kommt.

Frauen, denen eine Einleitung angeboten oder verordnet wird, sollten sich gut über die Nebenwirkungen für sich und ihr Kind informieren.
Für eine Einleitung gibt es nur wenige gut belegte Indikationen*. Eine Einleitung ist häufig der Beginn von unerträglichen künstlich erzeugten  Wehenschmerzen, die mit Medikamenten "bekämpft" werden (z. B. PDA). Folgen dem Unverträglichkeit oder Kreislaufabfall, sind Reaktionen beim Kind wie "schlechte Herztöne" mit nachfolgendem Kaiserschnitt oft zwangsläufig.

Diese nachgewiesene Abfolge von Eingriffen startet mit der harmlos aussehenden Weheneinleitung. Diese ist aber nachweisbar ein schwerer Eingriff in körpereigene physiologische Prozesse und nur gerechtfertigt bei medizinischer Indikation. 

* Tipps der Professorin Dr. Christiane Schwarz; Hebamme

05/2021