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Terminüberschreitung Stress unnötig?

... die Geburt rückt näher, eine besondere Zeit

Die körperlichen Belastungen können sehr ermüdend sein, die Geduld kann an ihre Grenzen stoßen. Es ist falsch, dass Frauen jetzt auf den ET (errechneten Geburtstermin) fixiert werden. Die individuelle Reifezeit eines Kindes kann nämlich um ca 5 Wochen variieren, wie eine Studie ergeben hat (1). Die Ergebnisse kommen der Faustregel: ET +/- 14 Tage sehr nahe. Für schwangere Frauen gilt daher, die Beschwerden nicht kleinreden. Dennoch Gelassenheit bewahren. Zahlen und Statistiken sind das eine, die naturgemäßen Prinzipien lassen sich nicht normieren. Die Kinder brauchen unterschiedlich Zeit und senden rechtzeitig das Signal, wenn sie geboren werden wollen.

Studie zur Länge der Schwangerschaft

Wissenschaftler raten Geburtshelfern, die natürliche Länge von Schwangerschaften stärker zu respektieren. Eine neue Studie belegt, dass die Länge von Schwangerschaften um bis zu 37 Tagen variieren kann. Durch die Untersuchung von täglichen Urinproben bei 125 Frauen konnte erstmals der genaue Zeitpunkt der Befruchtung festgestellt werden. Dadurch wurde eine genauere Beobachtung der Schwangerschaftsdauer möglich als mit der sonst üblichen Frage nach der letzten Regel. Dies verdeutlicht, dass der ET nur ein errechneter Mittelwert des Geburtszeitraums ist.

(1) Studie von 2013 in englischer Sprache.

Eine aktuell neue "S3-Leitline Vaginale Geburt am Termin" ist seit Dezember 2020 gültig. Sie formuliert sehr wichtige Themen die Geburt betreffend. Über die Phase direkt bevor es in die Geburt geht, genannt Latenzphase, können Sie sich dort informieren. Durch die neue Leitlinie, die einen hohen wissenschaftlichen Standard hat, werden viele Kritikpunkte an der Klinikgeburt aufgegriffen. Lesen Sie die allgemeinen Informationen und dort, was Sie speziell interessiert. Wir haben die wichtigsten Dinge herausgesucht und für Sie thematisch zusammengestellt.

Zum Ende der Schwangerschaft und Beginn der Geburt (Latenzphase) lesen Sie hier, worauf es ankommt.
Vor allem: Fragen Sie in der Klinik Ihrer Wahl nach, ob nach den neuen Leitlinien gearbeitet wird.

06/2021