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Tabu bröckelt Geburtshilfe und Gewalt

Wir schweigen nicht

Gewalterfahrungen unter der Geburt reichen von aufgezwungenen oder ohne ausdrückliche Zustimmung vorgenommenen medizinischen Eingriffen über unnötige Untersuchungen, Demütigungen und Beleidigungen der Gebärenden. Diese Zustände überhaupt als Gewalt zu benennen und Änderungen zu bewirken, dafür werden deutschland- und europaweit immer mehr betroffene Frauen aktiv.

"Gewalt in der Geburtshilfe, das kann nicht sein". So denken viele, deren Erfahrungen weit zurück liegen, die keine oder noch keine Kinder haben. Es ist kaum vorstellbar und dennoch eine Tatsache, dass viele Frauen eine geringschätende und würdelose Behandlung während der Geburt ihres Kindes erlebten. Seelische, körperliche und sexualisierte Gewalt sind inzwischen tausendfach belegt.

Wir empfehlen: Nicht allein in die Klinik gehen. Sorge dafür, dass immer jemand bei dir ist, Partner, Schwester, Mutter oder Doula.

Wenn du diesbezüglich etwas erlebt hast, was dich weiterhin beschäftigt, dir immernoch Energie raubt und die Lebensfreude mindert, empfiehlt es sich, dass du mit einer Hebamme oder mit einer Therapeutenperson darüber sprichst. Der Geburtsbericht der Klinik kann 30 Jahre lang angefordert werden. Du hast ein Recht darauf. Ihn bei einem Gespräch dabei zu haben, kann sehr hilfreich sein.

Die Homepage "Gerechte Geburt" wurde von einer betroffenen Mutter erstellt, die sich für die Aktion "Roses Revolution Day" (25.11.) einsetzt.

Achtung Trigger !!! Die u.a. Homepage hat Berichte von betroffenen Frauen auf die Homepage gestellt, die schwangere Frauen in Sorge und Ängste versetzen kann. Bei Frauen mit Gewalterfahrungen können Erinnerungen an traumatisierende Erlebnisse geweckt werden. Die Lekteüre ist darum für schwangere Frauen nicht geeignet, jedoch kann sie hilfreich für selbst betroffene Frauen sein.

Link zu "Gerechte Geburt"

2021/4