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Ultraschall einzeln abrechnungsfähig

Bei der GKV nachgefragt

Unsere Nachfrage beim Gesamtverband gesetzlicher Krankenversicherungen (GKV) ergibt: Ultraschalluntersuchungen können von ÄrztInnen bei der jeweiligen Krankenversicherung einzeln abgerechnet werden - entweder innerhalb der Quartalspauschale oder als Einzelleistung.

Eine Frau, die ihr Kind außerklinisch zur Welt bringen möchte, wird manchmal von der Hebamme aufgefordert, per Ultraschall abklären zu lassen, ob einer außerklinischen Geburt nichts im Wege steht. Es kommt vor, dass Frauen  mit der Begründung abgewiesen werden, ein einzelner Ultraschall sei nicht abrechnungsfähig.

Diese Aussage trifft nicht zu, weil diese Möglichkeit grundsätzlich besteht. Ärzte können mit einem einzelnen Ultraschall aber keine Quartalspauschale abrechnen. Die Pauschale gibt es nur, wenn die Quartalsvorsorge insgesamt bei der ÄrztIn durchgeführt wird.

Wichtig zu wissen: „Auch wenn die Schwangere nach Aufklärung gemäß den Mutterschafts-Richtlinien Gebrauch von ihrem Recht auf Nichtwissen macht und auf die Ultraschalluntersuchung(en) nach Abschnitt A Nr. 5 der Richtlinie verzichtet, hat dies keine Auswirkung auf die Berechnungsfähigkeit der Nr. 01770.“ (gefunden auf www.kbv.de)

Damit wird nochmals bestätigt, dass der Ultraschall nicht zur Vorsorge dazu gehört, sondern ein ärztliches Zusatzangebot ist. Keine Frau ist verpflichtet, ihn in Anspruch zu nehmen.

18.11.2019