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Ultraschall Selbstanwendung

Trotz niedriger Strahlung Risiken fürs Baby?

Ultraschall-Geräte zur Selbstanwendung sind keine Medizinprodukte. Die Strahlung ist für medizinische Untersuchungen zu gering. Dadurch gibt es über diese Geräte keine gesetzliche Kontrollmöglichkeit. Der Markt nutz diese Lücke, um die Geräte ahnungslosen schwangeren Frauen/ Eltern zu verkaufen.

Was sind die Risiken, wenn die Strahlendosis doch so niedrig ist?

Beim Babykino gibt es Nebenwirkungen: Selbstanwendung weckt neben der verständlichen Freude über das, was zu sehen ist, häufig das Bedürfnis nach regelmäßigem „Nachgucken“. Besorgnisse und Befürchtungen entstehen nebenbei. „Schlägt das Herz richtig? Warum macht das Baby ruckartige Bewegungen? Ist genug Fruchtwasser da? Sitzt die Plazenta richtig?“ Außer der Reihe drängen Paare mit ähnlichen Fragen in die Arztpraxis und in die Klinik. Die elterliche Angst ist es, die nun durch zusätzlichen Ultraschall beruhigt werden muss. Der Blick auf einen Bildschirm zur Selbstanwendung führt auch leicht zum Verlust des Vertrauens in die fachliche Begleitung durch ÄrztInnen und Hebammen. „Haben die auch wirklich nichts übersehen?“

Aus verhängnisvollem Kreislauf aussteigen
Sorgen führen vermehrt zu Kontrollbesuchen bei ÄrztInnen, um die eigenen Ängste zu beseitigen. Das gelingt häufig nicht, wie diese berichten. Ein Hin und Her zwischen eigenen Experimenten und unnötigen Arztkontrollen beginnt. Die Belastung für das eigene Baby steigt.
Gefühle von Ängsten und Sorgen erzeugen eine stressvolle Grundstimmung. Mutter und Baby werden davon gemeinsam erfasst. Gestresste Babys senden häufig Wehen auslösende Hormone. Das kann zu Frühgeburten führen. Stress in der Schwangerschaft ist für Mutter und Baby schädlich und mündet seltener in eine entspannte Geburt. Gestresste Babys sind häufig Schreibabys.

In solch einer Situation kann hilfreich sein, mit einer Geburtsvorbereiterin zu sprechen, sich selbst Ruhe zu verordnen, das Baby im Bauch zu streicheln und zu spüren, dass es darauf auf seine Weise mit Bewegungen antwortet. Sich mit Gedanken in die Situation des Babys hineinzuversetzen, kann niemals schaden.
Eine Besinnung auf Babys Entwicklung, die in Hunderttausenden Jahren durch Mutter Natur optimiert wurde, ist angebracht. Schenken Sie Mutter Natur und sich selbst mehr Vertrauen als käuflichen Geräten. Ihr Kind braucht Vertrauen, nicht ständige Kontrolle. Es hat auch Rechte, um z. B. in seiner geschützten kleinen Welt von Neugierde unbelästigt wachsen zu können.
7/20