geburts abc

Ultraschall Informationen der DEGUM

Widersprüchliche Aussagen zum Ultraschall 

Achtung! Der Gesetzgeber hat reagiert und dem Schutz ungeborener Kinder Vorrang vor wirtschaftlichen Interessen gegeben. Seit 31.12.2020 ist ein Gesetz gültig, das Ultraschall ohne medizinische Indikation zur Ordnungswidrigkeit macht und damit verbietet. Zuzahlungen für Eltern entfallen, da bei medizinischer Indikation die Krankenkassen die Leistungen vergüten.
Damit reagiert der Gesetzgeber auf die Ergebnisse vieler Studien, nicht zuletzt auf die Aussagen der Strahlenschutzkommission, der Wissenschaft und auf internationale Gesundheitsbehörden.
Sie finden die wichtigsten Aussagen zu diesem Thema hier zusammengestellt.

Zunächst Auszüge aus einem "Newsletter der Deutschen Liga für das Kind von 2012". Hervorhebungen und Erläuterungen von GreenBirth. Dann folgt der vollständige Text aus dem Newsletter.

„Die DEGUM (Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin) spricht sich ausdrücklich gegen alleinige Ultraschalluntersuchungen aus, die nur zum Zwecke des „Babyfernsehens“ auf Wunsch der Eltern durchgeführt werden.“ (Prof. Merz)

„Auch bestehe kein Risiko, dass es durch die vorgeburtliche Ultraschalluntersuchung zu einer gefährlichen Erwärmung des Feten kommt, sofern die Schwangere nicht Fieber habe.“

GreenBirth: Bei Covid19-Impfungen wird routinemäßig die Temperatur gemessen. Sollte zur Sicherheit für das Kind ein Hinweis auf Fieber bei der Mutter als Ausschlusskriterium für Ultraschall genannt werden?

„Lediglich bei einer längeren, über mehrere Minuten dauernden, gepulsten Doppleruntersuchung beobachteten Forscher im Tierversuch einen Temperaturanstieg von bis zu vier Grad Celsius.


GreenBirth: Der "Feinultraschall" - Wahlleistung um die 20. Schwangerschaftswoche herum - dauert ca. 40-60 Min. Sollte es verpflichtend werden, dass bei schwangeren Frauen vor dieser Untersuchung Fieber gemessen wird? Eltern sollten überlegen, ob sie ohne triftigem Grund ihr Kind mit einer solch lange dauernden Beschallung belasten wollen.

„Ultraschall ist eine Schallwelle, die mechanische Wirkungen und Temperaturerhöhungen in den von ihr durchlaufenen Geweben hervorruft.“

GreenBirth: Es geht nicht ausschließlich um Erwärmung, sondern auch um die sog. Cavitation. Die besagt, dass sich die Zelle unter Aufprall der Schallwellen verformt. Je höher der Flüssigkeitsanteil einer Zelle ist (das trifft auf ungeborene Kinder im Embryonalstadium und im fötalen Zustand zu) desto "weicher" sind auch die Zellmembranen, die die Schallwellen zurückwerfen müssen. Ein mechanischer Prozess, der Folgen für die Zellebene hat. Z. B. wurden aufsteigende Bläschen beobachtet, die auf Verdampfen von Flüssigkeit zurückgeführt werden. Das Merkblatt im Mutterpass weist darauf nicht hin.

„Dass das Kind den Ultraschall im Mutterleib tatsächlich höre, sei jedoch ausgeschlossen“.


GreenBirth: Ist nachgewiesen, dass die Cochlea (Gehörschnecke) die ab ca. der 16. Schwangerschaftswoche bereits Geräuschimpulse aufnimmt, durch die Schallwellen nicht in Vibrationen versetzt wird? Das Baby lebt in einer Wasserwelt und alle seine Körperöffnungen (Ohren, Nase, Mund, Rachen, Speise- und Luftröhre) sind mit Fruchtwasser gefüllt.

„Es gibt bislang keinen unabhängig bestätigten, in hochwertigen Fachzeitschriften publizierten Beweis, dass der Fötus tatsächlich die Pulswiederholungsrate hört, darauf reagiert oder dadurch geschädigt wird.


GreenBirth: Die Öffentlichkeit muss verlangen, dass umgekehrt zuallererst bewiesen werden muss, dass der Ultraschall tatsächlich nicht schädigt. Dieser Beweis fehlt.

"Insgesamt gibt es derzeit keine Hinweise, dass das Ungeborene durch eine Ultraschalluntersuchung in irgendeiner Weise geschädigt wird."
„Dennoch: ‚Vorsicht ist das oberste Gebot in der Medizin’, erklärt Merz. In der Diagnostik gelte das sogenannte ALARA-Prinzip („as low as reasonably achievable“): so viel wie nötig, so wenig wie möglich.“

Vollständiger Text
In: Newsletter der Deutschen Liga für das Kind, August 2012

DEGUM: Ungeborene spüren oder hören Ultraschallwellen nicht.
Für ungeborene Kinder bestehen keine gesundheitlichen Risiken durch Ultraschalluntersuchungen. Dennoch sollten sie ausschließlich von Experten und zur medizinischen Diagnostik durchgeführt werden – nicht zum sogenannten „Babyfernsehen“. Dies erklären Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin.
Mittels Sonografie können Ärzte Fehlbildungen bei Kindern im Mutterleib immer früher und genauer feststellen oder ausschließen. Im Rahmen der Schwangerschaftsvorsorge kann jede Frau in Deutschland drei Ultraschalluntersuchungen ihres Babys in Anspruch nehmen. Schwangere fragen dabei häufig, ob und wie viel ihr Baby vom Ultraschall hört, spürt oder ob es dadurch geschädigt werden könnte. Die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) weist nun in einer Stellungnahme in der Fachzeitschrift „Ultraschall in der Medizin“ (Georg Thieme Verlag, Stuttgart) darauf hin, dass die Sonografien für das Kind nach den heutigen Kenntnissen unschädlich und nicht spürbar sind.
„Ultraschall ist eine Schallwelle, die mechanische Wirkungen und Temperaturerhöhungen in den von ihr durchlaufenen Geweben hervorruft“, erklärt Professor Dr. med. Eberhard Merz, Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe am Krankenhaus Nordwest in Frankfurt. Dass das Kind den Ultraschall im Mutterleib tatsächlich höre, sei jedoch ausgeschlossen, so der Experte. „Die Frequenzen beim diagnostischen Ultraschall betragen in etwa fünf bis zehn Megahertz. Das sind fünf bis zehn Millionen Schwingungen pro Sekunde“, erläutert Professor Merz. Die Schwelle des menschlichen Gehörs liege aber bei zwanzigtausend Schwingungen pro Sekunde, also mindestens fünfzigfach niedriger.
Der Ultraschall wird bei der Untersuchung allerdings nicht kontinuierlich, sondern in kurzen, rasch aufeinander folgenden Impulsen freigesetzt. Dass die Pulswiederholungsrate zu einem akustischen Phänomen führt, wurde bislang nicht nachgewiesen. „Es gibt bislang keinen unabhängig bestätigten, in hochwertigen Fachzeitschriften publizierten Beweis, dass der Fötus tatsächlich die Pulswiederholungsrate hört, darauf reagiert oder dadurch geschädigt wird“, so Merz.
Auch bestehe kein Risiko, dass es durch die vorgeburtliche Ultraschalluntersuchung zu einer gefährlichen Erwärmung des Feten kommt, sofern die Schwangere nicht Fieber habe.

Lediglich bei einer längeren, über mehrere Minuten dauernden, gepulsten Doppleruntersuchung beobachteten Forscher im Tierversuch einen Temperaturanstieg von bis zu vier Grad Celsius. Dieses Verfahren kommt im Rahmen der Schwangerenvorsorge nur dann zum Einsatz, wenn der Ultraschallspezialist Herz und Gefäße des Ungeborenen untersucht. „Diese Untersuchung dauert nur wenige Sekunden“, so Merz. „Dass es dabei zu einer relevanten lokalen Temperaturerhöhung kommt, ist sehr unwahrscheinlich.“ Wärme entsteht beim Ultraschall, wenn die Druckwellen vom Gewebe absorbiert, sprich abgeschwächt, werden.
Insgesamt gibt es derzeit keine Hinweise, dass das Ungeborene durch eine Ultraschalluntersuchung in irgendeiner Weise geschädigt wird.

Dennoch: „Vorsicht ist das oberste Gebot in der Medizin“, erklärt Merz. In der Diagnostik gelte das sogenannte ALARA-Prinzip („as low as reasonably achievable“): so viel wie nötig, so wenig wie möglich. Für Professor Merz bedeutet dies:

„Ultraschalluntersuchungen in der Schwangerschaft sollten nur von Ärzten mit entsprechender Aus- und Weiterbildung und nur dann durchgeführt werden, wenn sie wirklich notwendig sind.

Die DEGUM spricht sich ausdrücklich gegen alleinige Ultraschalluntersuchungen aus, die nur zum Zwecke des „Babyfernsehens“ auf Wunsch der Eltern durchgeführt werden.
Nachlesen: Pressemitteilung der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin vom 8.8.2012

06/2021