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Übertragung Terminüberschreitung

S3-Leitlinie seit Dezember 2020 gültig

Übertragung - Terminüberschreitung beschäftigt Eltern immer dann, wenn dem Geburtstermin, der errechnet wurde, mehr Gewicht zuteil wird, als er verdient. Nur 4 % aller Babys kommen direkt auf den Tag genau, der errechnet wurde.  Sinnvoller ist es, wenn Sie einen Zeitraum von 5 Wochen ins Auge fassen. So weit auseinander liegen können die Reifezeiten von Babys. In diesem Zeitraum wird Ihr zur Welt kommen wollen.  Da gibt es kein zu früh oder zu spät. Ihr Kind bekommt auch seinen ersten Zahn, wenn die Zeit reif dafür ist.

Da wir seit Dezember 2020 neue Leitlinien haben (Empfehlungen für das Personal), möchten wir Sie mit den Themen, die für ihre bevorstehende Geburt wichtig sein können, informieren. Die Themen sind alphabetisch geordnet. 

"Latenzphase" = Übergang von der Schwangerschaft zur Geburt ist wichtig, damit Sie wissen, woran Sie erkennen, wann es los geht und dass Sie noch viel Zeit haben...
"Vorzeitiger Blasensprung", Essen und Trinken...
Schauen Sie selbst, was Sie interessiert.

Unter Leitlinie S3 – Allgemeine Informationen finden Sie folgende Themen verlinkt:

Abhören der HerztöneAbklemmen NabelschnurBeckenendlageBindung nach der GeburtCTG/Telemetrie (drahtlos)DammschnittEins-zu-eins-BetreuungEssen und trinkenFrauzentriertFruchtblase öffnen, nicht routinemäßigGeburt im Stehen, Knien, Hocken...GeburtsorteKaiserschnitt (vaginale Geburt nach)KristellernLatenzphaseMedizinische Angebote als RoutineRizinusöl zur Einleitung (S2k-LL)Schmerzen Vaginale Geburt "am Termin" – Vorzeitiger Blasensprung – WassergeburtZwillinge.

Das Besondere: Sie als schwangere Frau/ als Eltern erhalten Mitspracherechte, die es bisher so nicht gab.
Das ist einem seit ca. 12 Jahren dauernden Elternprotest zu verdanken, der die Forderungen seitens der Hebammenverbände unterstützte und ihnen Nachdruck verleiht. Umgekehrt erfuhr der Hebammenberuf eine Aufwertung durch die Elternschaft. Der Beruf erfährt eine Renaissance.
GreenBirth ist von Beginn an dabei aber auch viele lokale und überregionale Organisationen und seit 2016 vermehrt die mediale Öffentlichkeit, welche das Thema von Gewalt im Kreißsaal aufgreift.

Zur Möglichkeit der Mitbestimmung: Die Elternstimme ist unverzichtbar, damit sich die begonnene Reformbereitschaft in Kliniken auch durchsetzt. Sie sollten sich bei geplanter Klinikgeburt rechtzeitig anmelden (ab ca. 30. Woche), um in Ruhe ihre Fragen und Wünsche durchzusprechen. Das Klinikpersonal wurde vor 3-20 Jahren ausgebildet. Klinikroutine schüttelt sich nicht so leicht ab. Fragen und hinterfragen Sie. Sie machen es für Ihr Kind und auch für sich selbst. 

Wir sind noch lange nicht am Ziel unserer Wünsche. An dieser Stelle einmal die herzliche Aufforderung: Unterstützen Sie uns, mit Ihren Erfahrungen, ihren Ideen und auch mit einem finanziellen Beitrag. Wir engagieren uns ehrenamtlich, weil wir für Ihre Kinder und künftige Generationen wollen, dass Kinder gesund geboren werden und ihre Mütter unverletzt an Körper und Seele Geburten erleben.

06/2021