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Ultraschall Vorsicht ist geboten

Die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall mahnt zur Vorsicht

Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) 2012:
„Vorsicht ist das oberste Gebot in der Medizin…Ultraschalluntersuchungen in der Schwangerschaft sollten nur von Ärzten mit entsprechender Aus- und Weiterbildung und nur dann durchgeführt werden, wenn sie wirklich notwendig sind.“ Die DEGUM spricht sich ausdrücklich gegen das Babyfernsehen aus.

Quelle: Pressemitteilung der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin DEGUM vom 8.8.2012

Otwin Linderkamp, Prof.(em.), Universität Heidelberg, Arzt für Kinder- und Jugendmedizin schreibt zur Wirkung des Ultraschalls 2017: Wirkung des vorgeburtlichen Ultraschalls

Linderkamps Fazit zum derzeitigen Umgang mit dem Ultraschall lautet (Januar 2017):
"Die Anwendung von pränatalem Ultraschall  – früher, häufiger, länger, stärker – verschiebt das Risiko-Nutzenverhältnis zur Zeit zunehmend in Richtung Risiko. Dieser gefährliche Weg muss und kann im Interesse unserer Kinder aufgehalten werden, ohne auf die wirklich medizinischen Vorteile der pränatalen Ultraschall-Diagnostik zu verzichten."

Achtung! Die Rechtslage zur Anwendung von Ultraschall während der Schwangerschaft hat sich geändert. Ärztlnnen und allen anderen Personen ist es ab 2021 untersagt, ohne medizinische Indikation (Notwendigkeit) ungeborene Kinder mit Ultraschall zu untersuchen. Damit werden Baby-Fernsehen, das Herstellen von DVDs und Erinnerungsfotos – als Ige-Angebot oder auf Wunsch der Eltern – zur Ordnungswidrigkeit. Auch das CTG ist Ultraschall und bedarf einer medizinischen Indikation, um angewendet werden zu dürfen. Der Gebrauch des Dopton durch Hebammen ist nicht verboten.
Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit folgt der Empfehlung der Strahlenschutzkommission (SSK) und stellt den Verbraucher- und Kinderschutz über die wirtschaftlichen Interessen von Ultraschall-Anwenderlnnen. Den Eltern werden im Rahmen ärztlicher Schwangerenbegleitung weiterhin die drei sog. „Basisultraschalluntersuchungen“ angeboten. Wenn dabei ein Foto entsteht, ist dies nicht verboten.
Mehr zu Erklärungen von Verbänden, nationalen und internationalen Gesundheitsbehörden und wissenschaftlichen Stellungnahmen erfahren Sie hier.

06/2021