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Ultraschall Angebot des Gesundheitsmarktes

"Schaun wir mal" - "Hörn wir mal"

Schwangeren Frauen/Eltern wurden im Laufe von Jahren immer mehr Angebote zum Sehen und Hören ihres Babys auf Basis der Ultraschalltechnik gemacht. Angefangen hatte das damit, dass gelang, beim Basisultraschall ein Bild anzufertigen. Das wurde den Frauen ausgehändigt. Die wurden immer beliebter. Daraus entwickelte sich ein üppiger Markt auch für nichtärztliche Anbieter. Zudem breitete sich die Anwendung von Ultraschall in wenigen Jahren auch im Kosmetikbereich uferlos aus. Es gab nachweisliche Schäden an der Haut, am Auge (Fettsäcke abschmelzen). Gesetzliche Regelung für den Umgang damit fehlten vollständig. Anbieter mussten keinerlei Ausbildung über Kenntnisse des Aufbaus der Haut und Gefahren durch Ultraschall nachweisen. Der Gesetzgeber musste hier handeln, weil sich immer mehr Schadensfälle ereigneten.

In dem Zusammenhang wurde auch geregelt, dass nur Ärzte den Ultraschall in der Schwangerschaft anbieten dürfen und nur, wenn dies medizinisch indiziert ist. Für diejenigen, die damit beträchtliche Umsätze erwirtschaftet hatten, entstanden finanzielle Verluste. Kein Wunder, dass versucht wird, doch noch eine Lücke zu finden, um ein solches Angebot für Eltern machen zu können. Wenn Ihnen so ein Angebot gemacht wird, handelt es sich der Sache nach um die Werbung für ein verbotenes Produkt.

Der Gesetzgeber hatte aber keine Wahl, wenn er Kinder schützen wollte. Er begründet ausdrücklich das Gesetz damit, dem Schutz von Kindern Vorrang vor wirtschaftlichen Interessen zu geben. Jedoch werden die drei Basisultraschalluntersuchungen für vertretbar gehalten. Bezüglich des Angebotes statt des 2. Basisultraschalls einen Fein- oder Organultraschall machen zu lassen, geben wir zu bedenken, dass hier sehr intensiv und lange (40-60 Min.) geschallt wird. Auch hier sollten triftige Gründe vorhanden sein, die diesen Ultraschall rechtfertigen.

Wir sind daran gewöhnt, von virtuellen Bildern umgeben zu sein. Das nutzt der Gesundheitsmarkt aus. Ultraschallbilder sind keine Fotografien im herkömmlichen Sinne. Sie kommen durch Schallwellen zustande, die der kleine verletzliche Körper des Babys, sein Gehirn, seine Keimzellen, Augen, Ohren usw. zurückwerfen muss. Auch wenn es für Sie als werdender Mutter und Vater wahrscheinlich einen großen Reiz hat, Ihr Kind zu sehen, vergessen Sie nicht die Art des Zustandekommens der Bilder.

In einer wissenschaftlichen Studie von 2017 finden Sie Forschungsarbeiten zusammengestellt, wozu Ultraschallwellen imstande sind, über biologische Wirkungen, mechanische und thermische Effekte, akustische Belastung durch Vibrationen und Wirkungen im Tierversuch und auf Zellsubstanzen.

Ein Ausschnitt daraus: Wie wirkt Ultraschall?

Flyer Was ist neu - was darf noch - wann ist Ultraschall nach wie vor zusätzlich sinnvoll?

06/2021