geburts abc

Vaginale Geburt nach Kaiserschnitt Aussagen von Richlinien

Ist nach Kaiserschnitt eine vaginale Geburt möglich?

Viele Frauen wünschen sich nach einem Kaiserschnitt eine normale, naturgemäße Geburt, nicht selten auch außerklinisch.
Bei diesen Fragen sind zwei Richtlinien maßgeblich:

1. die "S3-Leitlinie Vaginale Geburt am Termin"
2. "Kriterien zu Geburten im häuslichen Umfeld"

Was steht dazu in der S3-Leitlinie?

 LL = Aussagen der S3-Leitlinie, Kurzfassung. Wir geben den Inhalt in nichtmedizinischer Sprache wieder. Zitate sind mit und Seitenangabe markiert. GreenBirth: Wir erläutern ohne den Anspruch der Vollständigkeit und ohne Gewähr. Alle Hervorhebungen, fett oder kursiv von Greenbirth


Leitlinie:
Die Frau soll über „Möglichkeiten der vaginalen Geburt bei Zustand nach Sectio caesarea [Kaiserschnitt], ... und weitere Aspekte“ informiert werden. (S. 14)


GreenBirth:
Diese für Eltern wichtigen Themen sind in der LL nur kurz abgehandelt, warum? Weil hier Kriterien für außerklinische Geburten mit hineinspielen. Deswegen ziehen wir hier diese "Kriterien zu Geburten im häuslichen Umfeld“ - die auch Geburten im Geburtshaus betreffen - zurate. Die Kriterien sind für Hebammen rechtlich bindend.

Was steht dazu in den Kriterien zu Geburten im häuslichen Umfeld ?:

Sectio caesarea, (d.h. Kaiserschnitt):
Bei „Zustand nach Re-Sectio ohne nachfolgende vaginale Geburt“ ist eine außerklinische Geburt nicht erlaubt. (S.3)

Das heisst im Klartext: Wenn das erste Kind mit Kaiserschnitt geboren wurde, ist die Geburt zuhause oder im Geburtshaus nicht möglich. Wird das zweite Kind vaginal in der Klinik geboren, ist bei einem weiteren Kind die Geburt außerklinisch erlaubt.

Allgemeine Informationen zur Leitlinie
Kurzfassung der Leitlinie
Kriterien zu Geburten im häuslichen Umfeld

2021/04