geburts abc

Wassergeburt S3-Leitlinie

Was steht dazu in der S3-Leitlinie?

LL = Aussagen der S3-Leitlinie, Kurzfassung. Wir geben den Inhalt in nichtmedizinischer Sprache wieder. Zitate sind mit „“ und Seitenangabe markiert.
GreenBirth: Wir erläutern ohne den Anspruch der Vollständigkeit und ohne Gewähr. Alle Hervorhebungen, fett oder kursiv von Greenbirth


Leitlinie:
Ob eine Wassergeburt Vor- oder Nachteile für Mutter und Kind hat, kann wissenschaftlich zurzeit nicht nachgewiesen werden. (S. 76)


GreenBirth: Eine Wassergeburt wird in der Klinik nur bei 4,5 von 100 (4,5 %) Frauen, in Geburtshäusern hingegen bei 22,1 % durchgeführt. (GKV*-Pilotstudie 2011, S. 25).
Kein Wunder, wenn die Vorteile der Wassergeburt in einer Klinik, bei dieser zahlenmäßig geringen Umsetzung des Angebotes (das aber beworben wird), nicht beforscht wurde. Außerklinisch tätige Hebammen setzten diese Geburtsmöglichkeit durch. Die Akzeptanz in Kliniken ist nicht ohne weiteres gegeben, z. T. wohl auch bedingt durch eine knappe Personaldecke.
Unseres Erachtens sagt diese Leitlinienempfehlung etwas über die geringe Umsetzung in Kliniken aus und über fehlende Forschung, an der wohl kein Interesse besteht.

*GKV = Gesamtverband der Gesetzlichen Krankenversicherungen. Pilotstudie, bei der 30 000 Geburtshausgeburten mit 60 000 in Kliniken geborenen Kindern verglichen wurden (Gesunde Frauen mit gesunden Einzelkindern in Schädellage).

Allgemeine Informationen zur Leitlinie
Kurzfassung der Leitlinie

04/2021