Vorsorge stärkend oder verunsichernd?

Vorsorge wirkt sich auf die Geburt unmittelbar aus

Unverzichtbar ist eine sorgfältige, gute Geburtsvorbereitung.
Überlegen Sie sich, welche Art von Vorsorge Sie für sich brauchen. Die Klinikgeburt ist der letzte Abschnitt nach einer Vorsorge in der Schwangerschaft.

Als Faustregel gilt, dass Hebammenvorsorge das Gesunde, das Naturgemäße und Physiologische betont und bei Untersuchungen berücksichtigt. Das nennt man auch Salutogenese. Bei einer Hebamme können Sie sicher sein, dass diese Sie bei Auffälligkeiten selbstverständlich an einen Arzt überweist. Es gehört zu ihrer Ausbildung, dass sie das erkennen kann.

Ärztliche Vorsorge betrachtet von Berufs wegen Schwangerschaften von der pathologischen (Krankheiten behandeln) Seite. Das nennt man Pathogenese. Die Sorge des Arztes, auch möglichst nichts zu übersehen, führt leicht zu Besorgnissen auch bei den Eltern. Darum werden leicht zusätzliche Untersuchungen, Testungen und Ultraschall in Anspruch genommen. Das muss meist selbst bezahlt werden (s. IGe-Leistungen). Wenn Sie Tests abwehren, kann häufig trotzdem ein Gefühl der Verunsicherung bleiben: "Und wenn jetzt doch irgend etwas nicht in Ordnung ist?"

Laut WHO können 80-85 % der Frauen davon ausgehen, gesund zu sein und keine ärztliche Hilfe zu brauchen. Nur 15 %  der Frauen erleben behandlungsbedürftige Erkrankungen.

Der Klassiker als Lesetipp: Ingeborg Stadelmann: Die Hebammensprechstunde