Routineuntersuchungen in der Klinik

 ... ursprünglich für den Krankheitsfall entwickelt

Routineuntersuchungen erfolgen ohne Indikation und ohne zuvor eine individuelle Diagnose gestellt zu haben. Sie wurden für kranke gebärende Frauen entwickelt und nach und nach auf alle gebärenden Frauen angewendet. Z.B. werden Braunülen am Handgelenk angelegt, um im Bedarfsfall Medikamente über einen Tropf einlaufen lassen zu können. Dauer-CTGs (Herzton-Ultraschall) werden aus Personalmangel angelegt. Sie messen die Wehen der Mutter und zugleich den Herzschlag des Kindes. Das führt zu einer Bewegungsbehinderung bei der Mutter. Zur Verfeinerung des CTG, werden in manchen Kliniken zwei spitze Metalldrähte (Kopfschwartenelektrode) in die Kopfhaut des Babys gedreht, noch bevor es geboren wurde, um den Herzschlag noch genauer messen zu können. Dabei werden die Kabel durch die Vagina geführt und am Bein der Gebärenden festgeklebt. Dieses Verfahren wird seit ca. 25 Jahren ungefragt angewandt, zurzeit mit abnehmender Tendenz.
Vor solch einem Eingriff müssen Sie schriftlich zustimmen, auch im Namen Ihres Kindes. Der Eingriff ist eine Körperverletzung, der ohne Zustimmung nicht durchgeführt werden darf.

Geburtshilfliche Abteilungen können ohne Routinehandlungen (Technik und Medikamente) nicht kostendeckend arbeiten. So wird immer wieder vorgerechnet.
Wir fordern darum, dass die Geburtshilfe ohne Technik und Medizin kostendeckend finanziert werden muss. Die Eltern sind es, die mit ihren Beiträgen zur Krankenkasse die Leistungsanbieter (hier sind es die Kliniken) finanzieren. Es ist darum eine Frage der Umverteilung von Geldern zugunsten einer interventionsarmen und stattdessen betreuungsintensiven Geburtshilfe.