Ungewolltes Kind

Sie will das Kind, ich nicht  - Ich will das Kind, sie nicht

Ihre Partnerin ist schwanger, aber gerade kommt es für Sie nicht in Frage, Vater zu werden. Dafür kann es viele innere und äußere Gründe geben. Wie wollen und können Sie mit dieser Situation umgehen? Was, wenn Ihre Partnerin das Kind bekommen möchte? Was, wenn Sie am Ende das Kind wollen, Ihre Partnerin jedoch nicht?

Vielleicht tut es Ihnen gut, sich zusammen mit der zukünftigen Mutter Ihres Kindes professionelle Hilfe zu holen, um nach Möglichkeit einer gemeinsame Lösung zu finden. Erkennen Sie an, dass Sie sich in einer Konfliktsituation befinden. Ein Kind wurde gezeugt und ist nicht erwünscht. Das kann viel in Ihnen auslösen. Versuchen Sie, sich nicht zu verurteilen, auch nicht Ihr Kind oder Ihre PartnerIn.

schwanger pixabayAus psychologischer Sicht können sie der Frage nachgehen: Gibt es in Ihnen den Wunsch nach einem Kind?
Sich mit dieser Frage auseinanderzusetzen – möglicherweise mit professioneller Hilfe – kann vielleicht Klarheit bringen.
Beschäftigen Sie sich auch damit, warum Sie sich gerade nicht vorstellen können, ein Kind groß zu ziehen. Wahrscheinlich ist es schwer, den inneren Konflikt auszuhalten. Nehmen Sie sich trotzdem Zeit dafür und beschäftigen Sie sich mit Ihren Gefühlen. Wenn irgend möglich, sprechen Sie darüber mit Ihrer Partnerin.

Was denken Sie über eine Abtreibung? Gibt es innere Verbote, solche Gedanken zu haben? Erfahrungsgemäß kann es für ein Kind und sein Leben eine schwere Belastung darstellen, ungewollt zu sein. So gibt es keine eindeutige Antwort, was für das Kind gut ist. Letztlich müssen Sie die Entscheidung treffen, die für Sie in der aktuellen Situation die beste zu sein scheint. Wenn für Sie eine Abtreibung nicht in Frage kommt: Können Sie sich vorstellen, dass die werdende Mutter das Kind austrägt und es bei einer Person Ihres Vertrauens aufwächst? Wäre es in Ihrem Sinne, wenn das Kind zur Adoption freigegeben wird?
Lassen Sie sich über alle Möglichkeiten beraten, sprechen Sie darüber und nehmen Sie wahr, wie es Ihnen angesichts Ihrer Gedanken geht. Wenn möglich bleiben Sie im Kontakt mit der Mutter des gezeugten Kindes. Sie beide sind die Eltern und tragen Verantwortung für dieses Kind. Wenn es Ihnen gut täte, mit einer neutralen Person zu sprechen, empfehlen wir Ihnen, eine Beratungsstelle aufzusuchen. Wenn Sie finanzielle Unterstützung brauchen, thematisieren Sie auch das dort.

Hilfen, Notruf und Beratung