Essen, was gut tut

Gesundes Essen – gesundes Baby

Das wachsende Kind benötigt ausreichend Nährstoffe, um sein Gehirn, seine Nervenzellen, Haut, Organe und Knochen ausbilden zu können. Ihr Körper nimmt Nährstoffe auf und transportiert diese über die Blutbahn zur Gebärmutter, in der sich der Mutterkuchen (Plazenta) ausgebildet hat. Er wiegt etwa 550 g und versorgt durch die Nabelschnur Ihr Baby mit sauerstoff- und nährstoffreichem Blut. Solange Ihr Kind in Ihrem Bauch ist, übernimmt sie auch die Entsorgung von Schlacken. Die werden nach der Geburt von den Ausscheidungsorganen (Lunge, Nieren, Darm, Haut) Ihres Kindes selbst übernommen.
Was gesund ist, ist eine Frage, die individuell beantwortet werden muss. Wenn möglich, hören Sie auf Ihren Körper. Der spricht in der Schwangerschaft eine deutliche Sprache und kann durch „Gelüste“ darauf aufmerksam machen, was er braucht. Gesund zu essen bedeutet, naturbelassener Nahrung den Vorzug vor industriell verarbeiteter zu geben. Qualitativ hochwertige Nahrung zu sich zu nehmen, macht es überflüssig, "für zwei" zu essen.
Wenn Sie Fragen zu Ihrer Ernährung haben, können Sie darüber mit Ihrer Hebamme sprechen.

Vermeidbare Risiken
Über die Nabelschnur können auch Gifte zu Ihrem Kind gelangen. Die Plazenta kann diese nur in gewissem Rahmen ausfiltern und so das Kind vor vielen, aber nicht vor allen Schadstoffen schützen. Nehmen Sie niemals Medikamente ein ohne Absprache mit einem Arzt, auch keine rezeptfreien ohne gründliches Studium der Packungsbeilage.
Alkohol und Nikotin sind schwere Gifte, die Ihr Kind nicht verträgt und es bleibend schädigen können. Es gibt keine sicheren Untergrenzen. Jährlich werden hierzulande 10.000 Kinder mit bleibenden Schäden durch Alkohol geboren. Sehen kann man das nicht im Ultraschall! Medikamente und Drogen aller Art sind strikt zu meiden.
Auch Nahrungsentzug – um etwa die Schwangerschaft möglichst lange zu verheimlichen – ist absolut schädlich für das Kind und kann für sein seelisches und körperliches Gleichgewicht lebenslange Beeinträchtigungen zur Folge haben.