Wochenbett Schonzeit und Familienfindung

Das Baby ist da, die Uhren laufen anders

Auf eine intakte Großfamilie können Eltern heutzutage kaum noch zurückgreifen. Die junge Mutter braucht nach der Geburt eine Zeit der Schonung. Zeit, die Geburt zu verarbeiten, das Neugeborene kennenzulernen, das Stillen auszuprobieren und zu üben. Hormonelle Veränderungen im Körper sind Umstellungsprozesse, die zu Erschöpfung und Überforderungsgefühlen führen können.
Wenn der Vater in der ersten Phase zu Hause sein kann, ist das hilfreich für das Zusammenwachsen der jungen Familie. Auch er muss sich an Unterbrechungen seines Schlafs gewöhnen. Das ganze Leben ist verändert.
Wir raten dazu, vorausschauend Hilfeleistungen zu organisieren. Zusätzlich zur Wochenbettbetreuung durch eine Hebamme hat jede Frau nach Sozialgesetzbuch V § 24 c und h, Anspruch auf Hilfe wegen Schwangerschaft (wenn z. B. strenge Bettruhe verordnet ist) und Geburt und bei Krankheit, wenn keine familiäre Hilfe zur Verfügung steht. Wenn es um Haushaltshilfe nach der Geburt geht, muss sie dieses vor der Geburt bei der Krankenkasse beantragen. Formulare auf der Website der eigenen Krankenversicherung herunterladen unter „Haushaltshilfe“.
Lassen Sie sich beim Ausfüllen helfen, damit es keine Ablehnung aus formalen Gründen gibt. Professionelle Pflegedienste rechnen direkt mit der Krankenkasse ab. Wochenbetthilfe muss in der Regel selbst organisiert werden: Caritas, Diakonie- und Sozialstationen, Dorfhelferinnen, freie Anbieter. Eine Hilfskraft, die raucht, muss nicht akzeptiert werden.
Es gibt immer mehr den Beruf der freiberuflichen Mütterpflegerin, die genau in diese familiäre Lücke springt. Die Finanzierung ist Sache der Krankenkasse, kann aber mit Zuzahlung verbunden sein. Das muss jeweils erfragt werden.

Listen von Mütterpflegerinnen sind in Vorbereitung. Sie werden an dieser Stelle eingestellt, sobald sie zur Verfügung stehen.