Leitlinie zur vaginalen Geburt am Termin

Eltern sollten sie kennen

Seit Dezember 2020 ist eine Leitlinie beschlossen. Die Empfehlung gelten für alle Geburtshelferlnnen und für Frauen, die eine normale vaginale Geburt erwarten. Es gibt bei etlichen wichtigen Fragen ein weitgehendes Mitspracherecht für die Frauen/Eltern.

Stichpunktartig weisen wir auf Neuerungen hin, Empfehlungen, die beachtet werden sollen. Wenn Sie als Eltern darüber Bescheid wissen und entsprechend nachfragen, werden sich die Richtlinien schneller durchsetzen zu Ihrem eigenen Vorteil.
Beim Anklicken, finden Sie jeweils genauere Angaben.

Abhören der Herztöne – nicht mehr routinemäßig

Abklemmen Nabelschnur – die Mutter bestimmt: Abwarten oder Abnabeln zwische 1 bis 5 Min.

Beckenendlage – auch wieder außerklinisch möglich

Bindung nach der Geburt – soll verstärkt Beachtung finden

CTG/Telemetrie (drahtlos) – CTG weniger - Telemetrie als bewegungsfreundlicher soll angeboten werden

Dammschnitt – nicht aus Routine

Eins-zu-eins-Betreuung – als Ziel festgelegt, nicht überall realisiert

Essen und trinken – ist möglich

Frauzentriert – d. h. individuelle Begleitung, keineRoutine

Fruchtblase nicht routinemäßig öffnen

Geburt im Stehen, Knien, Hocken... – Wünsche der Frau unterstützen

Geburtsorte – alle werden genannt

Kaiserschnitt – vaginale Geburt auch außerklinisch möglich

Kristellern – Frau hat Vetorecht

Latenzphase – Unterstützung, lange zuhause bleiben, Kontakt zur Hebamme

Medizinische Angebote als Routine – sollen entfallen

Rizinusöl zur Einleitung (S2k-LL) – außerklinisch nur bedingt möglich

Schmerzen – Aufklärung über verschiedenen Umgang

Vorzeitiger Blasensprung – Empfehlung: 24 Stunden zuhause auf Wehen warten

Wassergeburt – Studien nicht ausreichend vorhanden

Zwillinge – auch außerklinisch möglich

06/2021