Außerklinische Geburten im Aufwind Zahlen 2020

Quag e.V. – Bericht von 2020 veröffentlicht

Außerklinische Geburten werden seit 1999 jährlich von dem gemeinnützigen Verein „Gesellschaft für Qualität in der außerklinischen Geburtshilfe“ dokumentiert und veröffentlicht. Wichtige Ergebnisse zu 2020:

Erneut Zunahme außerklinischer Geburten.
Zahl der außerklinisch geburtshilflich tätigen Hebammen um 13 % gestiegen.
Die Nachfrage von Eltern konnte wegen fehlender Kapazitäten bei Hebammen nicht befriedigt werden.

Außerklinische Geburt – wann sie möglich ist

Zeitfenster
Eine Geburt darf außerklinisch stattfinden, wenn die Geburt im Zeitraum von der 37 SSW+0 Tage bis 41 SSW+6 Tage stattfindet. Dieses Zeitfenster gilt als termingerecht. Daraus ergibt sich ein „normaler“ Geburtszeitraum von 35 ! Tagen = 5 Siebentage-Wochen. Wir wissen heute, dass Kinder unterschiedlich Zeit brauchen, um zu reifen. (Der errechnete Geburtstermin ist ein Mittelwert, der hilfreich ist, um Mutterschftszeiten zu bestimmen, mehr nicht)
In diesem Zeitfenster ist eine Hebamme befugt eine Geburt selbstständig zu leiten. Frauen könne den Ort der Geburt wählen.

Physiologische Auffälligkeiten, Hinzuziehung ärztlicher Geburtsmedizin.
Es gibt Zulassungs- und Ausschlusskriterien für eine außerklinische Geburt. Jede Hebamme kann Sie darüber informieren. Stellt die Hebamme Abweichungen vom regelrechten Geburtsverlauf fest, ist sie verpflichtet, ärztlichen Beistand einzubeziehen. Darum kommt es manchmal bei Geburten zu Verlegungen in die Klinik. 2020 war das bei 16 % der Frauen erforderlich.

Der Quag-Bericht 2020 ist lesenswert. Er gibt Auskunft über viele Einzelheiten, wie
- Verlegungen, warum, in Ruhe oder eilig...
- Zahlen für 2020 und die Jahre davor...
- Wie viele Frauen ohne Geburtsverletzung sind
- wie viele Kinder und Frauen in die Klinik verlegt wurden...
- wie alt die Frauen waren...
- wie viele Erstgebärende usw.

Quagbericht 2020

06/2022